Rollenspielchronik: 1. Kapitel, 1. und 2. Spieltag

In Keond


Spielfiguren
Spielfiguren aus FIMO, M1:100 (etwa 1,8cm): Sberk, Norucalem und Barry (v.l.n.r.)

In Keond

1. April

Norucalem, ein elfischer Zauberlehrling und Barry, ein angehender Priester des Mililtempels, begegnen sich zum erstenmal auf einem der vielen Märkte Keonds, als sie beide versuchen, durch Gesang ein paar Münzen zu verdienen.
Gemeinsam tragen sie elfische Weisen vor, wobei sich ein kräftig gebauter, junger Dieb mit Namen Sberk zu ihnen gesellt. Als Gaukler verkleidet bemüht er sich, die Vorstellung der beiden mit Seiltricks zu bereichern.
Die drei beschließen, das verdiente Geld zu teilen. Da sie alle erst vor kurzem eingetroffen sind, wollen sie gemeinsam in einen Gasthof einkehren. Bei Speis und Trank kommen sie sich näher und planen zukünftige Abenteuer als Gefährten zu bestehen. Wenn Gefahr droht, soll Barry als Bestgerüsteter vorangehen, und Sberk den Rücken des Magiers abschirmen.
Norucalem gibt als Probe seiner Kunst einen Lichtzauber zum Besten.
Gasthof "Zum Goldenen Drachen" Kaserne Palast des Königs Tempel von Milil Die Hauptstadt Keond
Die Hauptstadt Keond (Skizze mit Kurzhinweisen)

2. Spieltag

2. April

Wir wollen heute erst einmal unabhängig voneinander die weitläufige Hauptstadt erkunden.
Der alte König Keon ist gerade verstorben. Es wird viel über den Streit um seine Nachfolge gesprochen. Es ist auch die Rede von Krieg auf dem Kontinent Kush im fernen Süden. Spione aus Shem sollen sich im Land herumtreiben.
Barry begibt sich zu seinem Orden im Tempel von Milil, welcher der Gott von Kunst und Geschichte und Schutzpatron der Barden ist. Dem großen Tempel in der Hauptstadt Keond steht der Patriarch Okrukalem vor.
Während der Neuankömmling in den Tempel aufgenommen wird, vertreiben sich der Elf und der Dieb die Zeit im öffentlichen Teil des Gebäudes. Sberk kann der Versuchung nicht widerstehen, eine kleine Statue heimlich einzustecken, die dort ausgestellt ist. Der neugierige Elf wird wegen Zauberei aus dem Tempel gewiesen, als er einen Erkennungszauber versucht. Sberk will unauffällig den Tempelbezirk verlassen, wird aber von den Wachen am Eingang aufgehalten. Nachdem Barry und sein neuer Meister Negdrosch dazu gerufen worden sind, muß der glücklose Dieb trotz halbherzigen Widerstands seine Beute herausgeben, weil er von den Wachen und seinen neuen Gefährten dazu genötigt wird.
Barry hat unterdessen mit Negdrosch über die strittige Herrscherfolge beraten und sich außerdem nach einem guten Pferdehändler erkundigt.
Gerüchten zufolge sollen sich Gesandte aus Kush in der Stadt aufhalten.
Norucalem begibt sich zu einem Zauberer namens Gudwich und wird von diesem als Lehrling angenommen.
Der Dieb findet schnell einen Angehörigen seiner Zunft. Dieser Honzo führt ihn dann in der städtischen Diebesgilde ein. Auf geheimen Schleichpfaden wird Sberk zum Gildemeister gebracht, welcher Niemand genannt wird.
Abends tauschen wir im Gasthof wieder unsere Gedanken aus. Wir überlegen, nach Targon zu reisen, um dort gegen die hyrkanischen Banditen zu helfen, die von Norden ins Land eingefallen sein sollen und dafür bekannt sind, daß sie ihre Gefangenen als Sklaven verkaufen.

3. April

Barry kauft sich ein Pferd. Der Elf und der Dieb bemerken unterwegs auf der Straße zwei kleine, schwarzhäutige Burschen, welche aber sofort wieder in der Menge verschwinden. Die Gesandten aus Kush sollen die Stadt angeblich schon wieder verlassen haben.
Der Priester erhält in seinem Tempel das Angebot für einen Auftrag. Eine Botschaft soll schnell nach Osfurt gebracht werden.
Mittags besprechen wir im Gasthof, daß Barry noch einmal um weitere Unterstützung vom Tempel fragen soll. Wir sind bereit, den Botendienst zu übernehmen, und erhalten zusätzliche Reitpferde für Elf und Dieb, sowie ein Packpferd. Zum Schutz soll uns der Kämpfer Re Tsie aus der Tempelwache begleiten. Unser Lohn sollen hundert Goldstücke sein, die wir bereits im Voraus erhalten.

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