Rollenspielchronik: 6. Kapitel, 7. Spieltag

19. April, Forsetzung

Mittags sind wir an der Nordtür der Eingangshalle, wo es übel stinkt.
Wir gehen wieder in den Raum nach Westen, wo Norucalem ebenfalls den Kamin untersucht. Auch dieser ist mit dem Schutt des zerstörten Obergeschosses verstopft. Im Unrat auf dem Boden finden sich drei angelaufene Silberlöffel und ein Beutel getrockneter Erbsen.
Im nächsten Raum stehen Kästen, Kisten und Regale herum. Aus einer Kiste in der Ecke fragt unerwartet eine hohle Stimme: "Ist Sammenak bei euch?", um nach kurzem Gemurmel wieder zu verstummen. Die Kiste lässt sich absolut nicht bewegen und widersetzt sich den Öffnungsbemühungen von Sberk.
In der nördlich angrenzenden Kammer findet sich eine vergammelte Hutschachtel. Sberk wird beim Versuch sie zu öffnen leicht vergiftet. Darin findet er unter den Resten eines roten Damenhutes eine Nadel aus Platin, welche Norucalem bei unseren gesammelten Schätzen verwahrt.
Das Schlafzimmer nebenan ist mit Fellteppichen, Polstermöbeln und einem Himmelbett ausgestattet, alles in schlechtem Zustand. Norucalem und Barry gehen geradewegs zum Bett, legen sich hinein und schlafen sofort ein. Sberk gelingt es nicht, sie wieder aufzuwecken. Auch als er Norucalem in die Kammer zurück schleppt, erwacht dieser nicht. Selbst ein Stechen mit der Hutnadel richtet nichts aus.
Bei einer genaueren Betrachtung stellt Sberk fest, dass das Bett fleckig und verschimmelt ist. Weiter kann er nichts Aufschlußreiches entdecken. Er beschließt den nächsten und übernächsten Raum im Osten zu untersuchen. Im angrenzenden Raum stinkt es fürchterlich, östlich ist noch ein Schlafraum, der dem westlichen gleicht. Sberk trägt den Elfen in diesen Raum und legt ihn dort auf das Bett, um anschließend auch den Priester zu holen. Als er mit Barry zurück kommt, ist Norucalem bereits dabei zu erwachen.
Norucalem hat von einem bezaubernden weiblichen Wesen geträumt, das ihn um Hilfe gebeten hat. Barry hat vom Ritter Mog geträumt, der in diesen Mauern offensichtlich nicht nur zu seinem Gott gebetet, sondern auch seine große Liebe gefunden hat.
Seit dem Beginn unserer systematischen Durchsuchung sind etwa vier Stunden vergangen. Im angrenzenden Raum im Osten treffen wir auf vier Zombies, die Barry bannen kann. Er treibt sie vor sich her bis in den südlichen Raum. Zwei der Zombies gehen nach draußen, die beiden anderen geradeaus, ein weiterer kommt noch dazu. Norucalem macht einen Zauber und brennt zwei Zombies ab.
Da es schon spät ist, beschließen wir uns draußen noch etwas umzusehen.
Wir gehen um die Burg herum zu der Felswand dahinter. Dort entspringt ein kleiner Bach. Im Felshang versteckt findet Norucalem einen geheimen Eingang. Einen Mechanismus zum Öffnen kann aber keiner von uns entdecken.
Sberk klettert auf den Felsen hinauf. Dort ist ein Wäldchen und westlich davon ein kleiner Weiher. Norucalem und Barry klettern hinterher.
Oben erzählt Norucalem den anderen von seinem Traum, Barry ebenfalls. Norucalem geht zum Weiher, um diesen zu untersuchen und unternimmt, angebunden an ein Seil, einen Tauchversuch. Der Weiher ist jedoch zu tief, und es ist auch zu dunkel, um unter Wasser etwas erkennen zu können.
Als wir die Umgebung des Weihers nochmals untersuchen, entdecken wir eine weitere Geheimtür. Der Gang dahinter ist jedoch schon nach kurzer Strecke verschüttet.
Schließlich gehen wir zurück zum Lagerplatz beim Turm und übernachten dort. Die Nacht verläuft ruhig.

20. April

Am nächsten Morgen gehen wir wieder in den Raum im Südwesten des Gebäudes, wo wir am vorigen Tag die Stimme aus der Kiste vernommen haben. Norucalem versucht nun mit einem Klopfzauber die Kiste zu öffnen, kann damit aber nichts ausrichten.
Beim Betreten des nördlichen Raumes erscheint plötzlich ein Zombie.
Barry hält ihn in Schach, Norucalem verbrutzelt ihn, Sberk schlägt mit dem Schwert zu und der Zombie ist tot. Beim Verlassen des Raums verkeilen wir die Tür mit einem Stuhl.
Weiter geht es durch die Schlafzimmer nach Osten, wo uns im Treppenhaus erneut zwei Zombies begegnen. Ein kurzer Kampf, dann sind sie hin. Es findet sich auch bei einer genauen Durchsuchung nichts als Schutt.
Im Norden grenzt ein weiterer Raum an das Treppenhaus, den wir nun betreten. Der Boden ist auch mit Schutt bedeckt, aber nichts Besonderes zu finden.
Von hier aus geht es weiter nach Westen, wo es anfängt zu stinken. In der Mitte des Raumes befindet sich eine Statue, die einen Kobold in Lederrüstung darstellt, der mit dem Schwert ausholt. Sberk sucht nach Fallen, findet aber keine. Norucalem tut es ihm nach, kann aber auch nichts finden.
Also beschließen wir, weiter nach Westen zu gehen, um den nächsten Raum in Augenschein zu nehmen. Beim Betreten schlägt uns ein fürchterlicher Gestank entgegen, der von einem toten Monster stammt.
In der Mitte dieses Speisesaals befindet sich ein großer Tisch mit Stühlen darum. Eine Art Adler mit menschlichem Kopf hängt in einem der drei Kronleuchter, von Pfeilen getötet und langsam verwesend. Eine große, offenstehende Truhe ist vollkommen leer. In der Nordwand finden wir eine Geheimtür. Der Gang dahinter ist nach kurzer Strecke verschüttet.
Als nächstes wird ein kleinerer Raum südlich des Flurs mit der Statue untersucht, aber dort ist nichts als Schutt. Im direkt gegenüber liegenden, spiegelsymmetrischen Raum befinden sich Abfall und Lumpen. Von dort tauchen vier Riesenratten auf und greifen uns an. Diese werden von Sberk und Barry getötet. Das Durchstöbern des Mülls bleibt ergebnislos.
Der nördliche Raum ist wieder ein Flur mit einer Koboldstatue. Trotz Sberks Warnung tritt Norucalem zu nahe an die Statue heran und wird vom Schwert getroffen. Als der Dieb die Statue untersuchen will, kann er ihrem Schlag gerade noch ausweichen. Barry heilt die Wunde Norucalems teilweise.
Im nordwestlichsten Raum des Gemäuers ist eine Truhe, über der ein Balken hängt. Dieser ist über eine Umlenkrolle und ein Seil mit der Truhe verbunden. Barry und Norucalem ziehen die Truhe unter dem Balken weg. In dem Moment, wo sich die Truhe bewegt, kracht der Balken herunter. In der Truhe sind etwa fünfhundert Silberstücke.
Wir beschließen uns auszuruhen und suchen unser Lager im Hof beim südöstlichen Turm auf. In der Nacht erscheint ein geisterhafter Ritter, der seinen Kopf unter dem Arm trägt. Er verschwindet durch die Wand wieder im Burggebäude.

In den Kellergewölben

21. April

Am folgenden Morgen gehen wir vom westlichen Treppenhaus in den Keller hinunter. Unten versucht Sberk erfolglos eine der beiden Türen zu öffnen.
Also versuchen wir, ob es im Osten besser klappt. Die Tür nach Norden ist verschüttet, die nach Süden nicht verschlossen. Dahinter ist gegenüber im Süden eine weitere verschlossene Tür. Der Gang gabelt sich davor. Barry schaut vorsichtig um die Ecke. Sberk öffnet die Tür zu einem großen, leeren Raum. Hier kommen wir nicht weiter, denn selbst der Dieb kann die unter den Turm führende Tür nicht öffnen.
Im Gang wenden wir uns nach Westen und biegen an der nächsten Gabelung rechts ab, bis wir vor der nächsten Tür stehen. Barry öffnet die Tür und vertreibt sofort die Zombies, die ihm in den Weg treten. Norucalem setzt einen Feuerzauber ein, die Zombies brennen aber schlecht. Die erste Reihe fällt trotzdem um. Sberk erledigt den Rest. Hier steht eine Truhe, sonst nichts.

Burgruine von Mogrest
Die Burgruine von Mogrest

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