Rollenspielchronik: 28. Kapitel, 33. und 34. Spieltag

Eine unerklärliche Erscheinung

33. Spieltag

Eine unerklärliche Erscheinung

7. bis 11. Dezember

Wir schicken Anweisung nach Mogrest, das schwarze Loch zu bewachen. Re Tsie soll sich die Sache selbst einmal ansehen.
Grisbertil wundert sich, dass wir so nahe bei seinem Reich von Wölfen belästigt worden sind.
Wir senden einen weiteren Boten nach Keond zum Mililtempel, um vor dem schwarzen Loch zu warnen und außerdem in Norucalems Namen Nachforschungen über Elfentürme in Auftrag geben zu lassen.
Barry bleibt ohne die beiden anderen in Targon zurück.
Wir reiten in Richtung Falund ab, wo wir nach vier Tagen ohne Aufsehen in einem Gasthof einkehren. Dort gibt es keine Neuigkeiten.

12. bis 13. Dezember

Wir lassen Falund auf der Straße nach Süden hinter uns zurück. Am zweiten Tag ziehen große Krähenschwärme über uns hinweg. Wir haben den Eindruck, sie würden etwas suchen.

14. bis 16. Dezember

Nachdem wir einen Tag gerastet haben, macht Norucalem uns unsichtbar. Damit wir uns nicht verlieren, haben wir uns mit einem Seil aneinander gebunden. Wir reiten den ganzen Tag südwärts.
Mit den Wolken stimmt etwas nicht. Schätzungsweise ein Tagesritt östlich der Straße hat sich ein Strudel gebildet, in dem Blitze flackern. Wir beschließen näher heran zu reiten.
Die Wolken scheinen von dem Strudel verschlungen zu werden. An einer senkrechten Achse, die durch dessen Zentrum verläuft, wird das Licht auf eine eigenartige Weise verzerrt. Je weiter sich der Blick der Achse nähert, um so schmaler erscheint alles.
Wir reiten näher heran, doch die Achse bleibt eine senkrechte Linie ohne Ausdehnung. Die Temperatur scheint gestiegen zu sein.
Gegen Mittag halten wir an und beraten uns. Norucalem schleudert einen Stein in Richtung der Erscheinung. Trotz Sberks Widerwillen nähern wir uns weiter. Die Luft ist irgendwie schmierig und hat einen metallischen Geschmack. Es brummt und zischt. Das Raunen der Stimmen in Norucalems Zauberhut ist verstummt.
Als wir uns noch weiter nähern, scheint der Geruch eine rosa gelbe Farbe anzunehmen. Es wird langsam unerträglich heiß. Norucalem wirft einen weiteren Stein, der jedoch auch nur zu Boden fällt, wie es sich gehört.
Wir scheinen Sehstörungen zu haben, doch der Magier will unbedingt noch dichter heran. Er legt wegen der Hitze seine Kleidung und alle metallischen Gegenstände ab. Sberk bleibt zurück.
Es wird noch heißer. Eine geröstete Möwe klatscht neben Norucalem auf den Boden(4). Norucalem bekommt Ohrensausen. Gleichzeitig beginnt es in seinem Zauberhut zu dröhnen wie eine riesige Glocke. Der Versuch, den Hut abzunehmen, scheitert. Es helfen auch keine Worte. Im ohnmächtigen Bemühen, dem Dröhnen zu entgehen, entfernt der Elf sich wieder von seinem Ziel, bis das Geräusch langsam abschwillt. Ihm wird übel. Er begibt sich zu Sberk. Dort kann er sich ohne Mühe des Hutes entledigen.
Nun wagt er einen weiteren Versuch. Er nähert sich, so weit er kann, und versucht dann ein Zauber Bannen, doch das mißlingt. Ein Steinwurf bewirkt nichts. Er schwankt zu Sberk zurück und sucht sich ein Kupferstück aus seinen abgelegten Sachen. Als er wieder in Richtung der Erscheinung geht, wird es so heiß, dass er es fallen lassen muß. Er wickelt sein Hemd dreifach um die Hand, um es wieder aufnehmen zu können. Das Hemd weist danach drei verkohlte Stellen auf. Norucalem gibt seine Bemühungen auf. Wir reiten ein Stück zurück und übernachten.

34. Spieltag

17. bis 19. Dezember

Als Barry feststellt, dass die beiden anderen Targon schon verlassen haben, reitet er ihnen nach. Unterwegs fällt ihm nichts Ungewöhnliches auf.
Sberk und Norucalem reiten mittlerweile ebenfalls weiter.

20. Dezember

Als Dieb und Magier ihren wöchentlichen Rasttag haben, werden sie Barry eingeholt.
Wir erzählen einander, was sich inzwischen ereignet hat.

21. bis 23. Dezember

Am dritten Tag nach der letzten Rast erreichen wir Keond und kehren im Roten Drachen ein. Dann fragen wir im Tempel wegen der Nachforschungen über Elfentürme nach. Der Gelehrte will uns bis morgen einen Bericht der Ergebnisse seiner Nachforschungen zusammenstellen.
In der Nacht macht Sberk sich auf, um sich bei Honzo über die politische Lage zu informieren. Dieser behauptet, dass Löwenzahn tot und Unziël verschwunden seien. Die Krone von Keon soll ebenfalls verschwunden sein, die Gilde weiß jedoch nichts Genaueres darüber.

24. Dezember

Norucalem geht zu Gudwich, um ihn wegen des Zauberhuts um Rat zu fragen. Barry will ein Buch, welches er bei den Gnomen entdeckt hat, zum Tempel bringen. Sberk begleitet ihn dabei.
Gudwich ist stark erkältet. Es riecht nach Heilkräutern, aus denen er ein Dampfbad bereitet hat. Norucalem berichtet dem alten Magier, was sich seit ihrer letzten Begegnung zugetragen hat. Gudwich kann wegen des Hutes nicht helfen. Er warnt den Elfen vor shemitischen Zauberern.
Im Tempel ist man über das Buch erfreut. Sberk beschreibt die seltsame Erscheinung an der Straße und das dunkle Loch, vor dem wir bereits durch unseren Boten gewarnt haben. Der Tod des Oberhaupts der Halblinge ist schon bekannt. Vom Verschwinden der Krone weiß man im Tempel jedoch nichts. Man will dem zunächst keinen Glauben schenken, ist aber bereit, der Sache selbst auf den Grund zu gehen.
Norucalem kommt hinzu. Der Gelehrte trägt uns seinen Bericht vor. Elfentürme gibt es eigentlich nicht. Aber die Menschen sollen vor langer Zeit zusammen mit Elfen und Zwergen mächtige Türme gebaut haben. Ihre Zahl ist genauso wenig bekannt wie ihre Position. Ein solcher Turm steht unweit der Stadt Hook. Es scheint sich dabei um eine Art Regulator für irgendwelche magischen Kräfte zu handeln. Nachdem er bei seiner Entdeckung vor einigen Jahrzehnten gestört gewesen war, wurde er wieder in Betrieb gesetzt.
Weil Barry gern etwas gegen Gudwichs Erkrankung tun möchte, gehen wir zum Haus des Zauberers. Die magische Tür hat jedoch strikte Anweisung keine Priester einzulassen.
Unser Freund Grellblond ist noch nicht zurück, und man weiß nicht, ob er überhaupt wieder nach Keond kommen wird.

25. bis 27. Dezember

Wir machen uns gleich wieder auf den Weg nach Mogrest.
Re Tsie ist froh, dass wir endlich wieder da sind. Die Soldaten haben ihm Ärger gemacht, denn sie machen ihre Arbeit mehr als gründlich. Wir sollen uns selbst um sie kümmern. Am Bau ist nicht viel geschehen. Re Tsie hat Mühe mit der Abrechnung der Steuern und Abgaben.
Als es an der Tür klopft, tritt der Hauptmann der Soldaten ein und salutiert. Qurgod ist sein Name. Angeblich hat er sich der Koboldplage angenommen und alles im Griff. Dummerweise hat er den Eingang der alten Eisenmine zum Einsturz gebracht, weil er meinte, es wäre das Hauptquartier der Kobolde.
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(4) Da der Magier seinen Zauberhut aufbehalten hat, ist er gegen alles sicher, was von oben herab fallen kann.

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