Rollenspielchronik: 37. Kapitel, 47. Spieltag

Nördlich von Mogrest

Nördlich von Mogrest

29. Februar

Barry holt seine Schale des Sehens hervor. Nach kurzer Zeit erscheint ihm wie immer ein Bild. Er konzentriert sich auf die Stelle, wo einmal das schwarze Loch war. Dort ist jetzt eine sumpfige Senke. Von dem Loch ist nichts mehr zu sehen.
Dann schaut Barry nach Mogrest. Nach einer kurzen Weile klärt sich das Bild. Das Tor ist offen. Davor stehen fremde Soldaten. Auf ihren Uniformen, Schilden und Waffen prangt das Emblem des Sonnentempels.
Im Amtszimmer Re Tsies verhandeln Abgesandte des Sonnentempels mit Offizieren der königlichen Garde.
Re Tsie hat nur seine Pflicht erfüllt und die Burg verteidigt, aber die königlichen Truppen nicht angegriffen. Die Anschuldigungen gegen uns drei lassen die Sonnentempler ohne Beweis nicht gelten. Sie beschuldigen außerdem den Hofzauberer Melrunes, ein shemitischer Spion zu sein. Sein Name ist Jallah Nef. Unziël und seine Brüder heißen Roslann mit Nachnamen.
Wir diskutieren die Neuigkeiten ausführlich und es dauert lange, bis wir uns durchringen können, doch noch nach Mogrest zu reiten. Sberk hält das wegen der dort postierten königlichen Garden für unklug. Norucalem meint das sei feige. Wir beschließen, jede mögliche natürliche Deckung auszunutzen und uns Mogrest zu nähern. Der Rest des Tages und die Nacht verlaufen ruhig.

30. Februar

Barry schaut erneut in die Schale. Es stehen immer noch Wachen vom Sonnentempel vor Mogrest. Re Tsie ist nicht zu entdecken. Auf dem Weg zur Straße sieht Barry etwa zwanzig Zelte der königlichen Garde. Außerdem stehen einige Wachen herum und kontrollieren die Leute, die nach Mogrest wollen. Wie es aussieht, werden die Wagen nur kontrolliert. Niemand wird daran gehindert, nach Mogrest zu gelangen.
Wir reiten weiter. Zwei Oger greifen uns an. Der Zauberer zaubert einen Lachanfall auf den einen. An seinem Grinsen kann Norucalem erkennen, das der Zauber gewirkt hat. Hinterher fällt ihm ein, dass er eigentlich auch den anderen gleich hätte mit bezaubern können.
Barry bereitet sich auf einen Zauber vor, Sberk zieht sein Schwert.
Von Barry herbeigerufene Insekten erscheinen. Es sind unglücklicherweise Marienkäfer, die sich massenhaft auf den Ogern niederlassen. Der eine Oger lacht und lacht und lacht und ist zu keinen Kampfhandlungen mehr fähig.
Norucalem zaubert magische Geschosse, welche die Oger treffen. Sberk versucht den nicht lachenden Oger mit dem Schwert zu treffen. Er muß aber feststellen, dass es gar nicht so einfach ist, den Oger zu erwischen.
Der Zauberer zieht seine Schleuder und schießt mit Kugeln auf den Oger. Die Kugel fliegt daneben. Die Oger ergreifen die Flucht. Ein Oger kippt nach einem Schwerthieb Sberks um und ist tot. Norucalem schleudert dem anderen Oger noch eine Kugel hinterher, die zwar trifft, jedoch keinen wirklich großen Schaden anrichtet. Der Oger erreicht humpelnd den Waldrand und verschwindet im Dickicht.
Der Kampf hat gerade einmal zehn Minuten gedauert. Wir ruhen uns aus und reiten dann weiter.
Der Rest des Tages und die Nacht verlaufen ruhig.

1. März

Wir reiten weiter durch den Wald. Bis auf einige kleinere Streitereien, verläuft der Tag ruhig.

2. März

Wir reiten weiter. Norucalem meint im Wald eine Bewegung zu erkennen. Dank seiner guten Augen macht er einen Kundschafter aus. Offensichtlich hat der Kundschafter eben so gute Augen wie der Elf, denn er verfällt in einen leichten Trab und läuft in entgegengesetzter Richtung davon.
Norucalem verwandelt sich in eine Krähe und folgt dem Kundschafter. Beim Näherkommen kann der Zauberer entdecken, dass der Kundschafter aus Leng kommt. Die Bewohner dieser öden Hochebene sind dafür bekannt, dass sie nicht nur gut sehen, sondern ebenso gut Fährten lesen, hören, riechen und laufen können. Am Rande einer Lichtung trifft der Kundschafter auf zwei weitere und tauscht mit ihnen ein paar knappe Worte aus. Norucalem unternimmt nichts. Die drei verstreuen sich in unterschiedliche Richtungen.
Nach kurzem Flug kehrt Norucalem zu Barry und Sberk zurück, wo er sich in einen Nordmann mit rötlichen Haaren verwandelt. Sein Pferd, das solche Späße nicht gewohnt ist, wiehert kurz protestierend, scheint dann aber durch seine Instinkte zu merken, wer auf ihm sitzt.
Norucalem berichtet das gerade Erlebte. Barry fragt ihn, warum er nichts unternommen hat, als die drei zusammen standen.
Barry schaut gegen Abend in seine Schale etwa in die Richtung, in die wir weiter reiten wollen. Nach kurzer Zeit sieht er einen Kundschafter, der in leichtem Trab in Richtung Mogrest unterwegs ist. Die Nacht verläuft ruhig.

3. März

Wir reiten weiter, ohne etwas Auffälliges oder Ungewöhnliches zu entdecken.

4. März

Auch dieser Tag verläuft so ereignislos wie der letzte.
Gegen Abend schaut Barry in seine Schale. Wenn wir so weiter reiten wie bisher, kommen wir morgen an einem Gehöft vorbei. Dort sind keine Truppen zu entdecken. In Mogrest hat sich nichts verändert.

5. März

Nachdem wir das Gehöft hinter uns gelassen haben, rasten wir. Der Tag verläuft ruhig.

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