Rollenspielchronik: 38. Kapitel, 48. Spieltag

Verwandlungen

Verwandlungen

6. März

Barry schaut in seine Schale des Sehens, die sich inzwischen als eine Schale des Hellsehens und des Hellhörens entpuppt hat. Hinter uns kann er außer Bäumen und Eichhörnchens nichts entdecken. Norucalems Hut macht einen fürchterlichen Krach. Ein lautes an- und abschwellendes Heulen ist deutlich zu vernehmen. Die Stimmen in dem Hut scheinen verwirrt zu sein und beschweren sich lauthals über den Krach. Für Norucalem ist der Krach zu viel. Er hört noch ein 'Faszinierend Captain', dann wird er ohnmächtig.
Sberk sorgt sich um ihn, weiß aber nicht, was er tun soll. Der Hut ist Norucalem vom Kopf gefallen und liegt neben dem Zauberer. Sberk versucht, Norucalem aufzuwecken, was ihm jedoch nicht so leicht gelingt.
Barry bekommt davon nichts mit. Er ist in tiefer Trance und schaut in seine Schale etwa einen Tagesmarsch voraus. Dort ist ein Pfad zu sehen mit einzelnen Leuten, aber keine Truppen.
Als Barry seine Trance beendet, kommt auch Norucalem wieder zu sich. Norucalem hat wirres Zeug geträumt, er murmelt irgendetwas von fliegenden Schiffen in der Dunkelheit, von einem Typen mit spitzen Ohren, der kein Elf ist und dauernd 'Faszinierend' sagt.
Der Rest des Tages verläuft ruhig.
Wir beratschlagen am Abend das weitere Vorgehen. Norucalem meint, er könne in drei Stunden etwa neun Kilometer weit fliegen. Einer seiner Zauber würde wohl drei Stunden halten.

7. März

Barry schaut in seine Schale. Re Tsie ist offenbar wieder in Amt und Würden. Sonnentempel und Garde sind noch da. Am Weg, der den Schwarzbach entlang führt, ist nichts besonderes zu sehen. Wir nähern uns weiter an Mogrest an. Der Tag verläuft ruhig.

8. März

Morgens schaut Barry wieder in seine Schale. Mogrest steht noch an der gleichen Stelle wie gestern. Es stehen auch noch die selben Wachen davor. Barry meint, er habe die Narbe im Gesicht des einen wieder erkannt. Bei der Mine, die Barry sich auch noch ansieht herrscht normaler Betrieb. Hier befinden sich ein Dutzend königliche Garden, vermutlich wegen der Kobolde.
Wir reiten näher an Mogrest heran. Der Tag verläuft ruhig.

9. März

Barry schaut in seine Schale, um die Burg herum und am Bach entlang. Es ist nichts besonderes zu sehen. Wir nähern uns Mogrest.

10. März

Wir sind nahe genug an Mogrest heran gekommen, damit Norucalem hinfliegen kann.
Nach einer kurzen morgendlichen Besprechung über die Einzelheiten, verwandelt sich Norucalem in einen Falken. Sberk ruft Norucalem empört etwas zu, was dieser jedoch nicht mehr versteht, da er bereits los geflogen ist. Etwa auf halber Strecke merkt Norucalem, dass der Zauber nach zu lassen beginnt. Er landet auf einem stabilen Ast in einem großen Baum, um sich erneut zu verwandeln.
Endlich kommt der Felsen bei Mogrest in Sicht. Norucalem landet dort und verwandelt sich in einen schwarzen Raben. Er fliegt nach Mogrest hinein und landet vor der Tür zum Innengebäude. Zu seinem Entsetzen muss er feststellen, dass die Tür geschlossen ist, und dass es kein Loch gibt, durch das er schlüpfen könnte. Die Tür sieht neu aus, so als habe ein Schreiner sie erst vor kurzem ersetzt oder überholt.
Norucalem macht sich nach kurzer Überlegung unsichtbar und hebt den Verwandlungszauber auf. Er öffnet vorsichtig die Tür und betritt die Halle. Dann wendet er sich nach links in Richtung von Re Tsies Arbeitszimmer. Er betritt es ungesehen und schaut noch einmal bei der anderen Tür nach, ob jemand zu sehen ist. Danach verschließt er leise die Tür. Re Tsie ist tief in seine Arbeit versunken, versucht gerade eine Rechenaufgabe zu lösen. Er murmelt: " Wie viel ist noch 4 mal 7?", Norucalem antwortet ihm: "28" und hebt den Unsichtbarkeitszauber auf. Re Tsie bedankt sich und will in seiner Arbeit fortfahren, als ihm auffällt, das Norucalem nicht hier sein sollte.
"Was machst Du denn hier, bist Du wahnsinnig? Alle suchen nach Euch!".
Re Tsie entschuldigt sich sofort für seinen etwas rüden Ton und eilt zu den Türen, um diese abzuschließen. Re Tsie bedeutet Norucalem still zu sein und zu warten. Er verschwindet und ist nach kurzer Zeit wieder da. Re Tsie führt Norucalem zum Geheimgang in der rückwärtigen Mauer von Mogrest. Sie quetschen sich durch die Geheimtür.
Norucalem erfährt von Re Tsie nicht viel Neues. Der Bote scheint den Sonnentempel erreicht zu haben. Dieser setzt sich jetzt für Norucalem Barry und Sberk ein. Re Tsie hat keine Ahnung, wie man am besten vorgehen kann. Als Norucalem anmerkt, dass die drei ja nun auch kein Geld mehr haben, verschwindet Re Tsie für eine Weile, um mit einer Schatulle wieder zu kommen. Norucalem erzählt von dem Elfenturm und von der abenteuerlichen Flucht. Er verabschiedet sich von Re Tsie und verschwindet durch den Geheimgang nach oben auf das Felsplateau, um sich wieder in einen Raben zu verwandeln.
Norucalem bemerkt, dass ihm eine Nymphe verführerisch hinterher winkt. Nach drei Stunden rastet er, setzt sich unter einen Baum und verbringt den Rest des Tages mit Meditieren. Der Tag und die Nacht verlaufen ruhig.

11. März

Norucalem verwandelt sich in einen Raben und fliegt weiter. Nach drei Stunden sieht er die anderen. Wir rasten den Rest des Tages.

12. März

Wir reiten am späten Vormittag weiter. Durch die Schale kann Barry sehen, dass bei Osfurt eine Kontrolle auf uns wartet. Hier stehen vier Zelte mit königlichen Soldaten. Der Tag vergeht ereignislos.

13. März

Wir reiten weiter Richtung Osfurt, gegen Mittag erreichen wir die Strasse. Wir reiten weiter.

14. März

Gegen Mittag kommen wir an einem Gasthaus vorbei. Norucalem verwandelt sich in einen Bauern mit arg zerrissenen Klamotten und fragt bei den Gastwirten, ob er eventuell ein paar neue Stücke erstehen könne. Die Gastwirte verneinen und so muss Norucalem in seinen alten Klamotten weiter ziehen.

15. März

Wir reiten weiter. Am nächsten Gasthof hat Norucalem, als Bauer verkleidet, mehr Glück. Wir bekommen einen Umhang, eine Hose und einen Wams. Die Stücke sind alle arg abgetragen und kaum mehr Wert als ein paar Silberstücke.
Wir verkleiden uns zur Probe als Bauern. Sberk versucht mit den paar Sachen die wir haben, das beste Ergebnis hinzubekommen. Norucalem der sich selbst verwandeln kann, hat es da einfacher. Er hat den Einfall, ein Trugbild zu zaubern, um das Ganze etwas echter erscheinen zu lassen. Dies gelingt ihm leicht, da Sberk bereits gute Arbeit geleistet hat.

16. März

Als Bauern getarnt nähern wir uns der Kontrolle. Wir werden angehalten und gefragt, wohin wir wollen. Sberk sagt, dass wir in die Stadt wollen und zeigt auf das Kloster. Die Soldaten machen abfällige Bemerkungen über Bauern und lassen uns ziehen. Wir erreichen das Innere des Klosters. Die Pferde bringen wir in den Stall und quartieren uns ein. Norucalem hebt die Illusion auf, als wir im Zimmer sind. Wir wollen uns an Wully wenden.

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