Rollenspielchronik: 42. Kapitel, 52. und 53. Spieltag

MelrunitenEin Hinterhalt

Melruniten
Das Zeichen der Melruniten (Schwert und Schlange)

Ein Hinterhalt

24. bis 30. April

Das Gelände wird wieder ebener und wir kommen schneller voran. Einen Ruhetag verbringen wir in der Nähe des Reel.

1. bis 3. Mai

Wir zahlen Zink aus. Er gibt uns die Anweisung, drei Tage direkt nach Norden zu reiten, bis wir Jaufurt erreichen. Danach verlässt er uns und macht sich auf den Rückweg nach Tolk.
Wir wollen möglichst unauffällig über die Jaufurt. Deshalb schlagen wir einen weiten Bogen nach Westen, um als gewöhnliche Durchreisende auf der Hauptstraße in den Ort zu kommen.
Wir müssen unsere Reisevorräte auffüllen. Im Ort treffen wir auf zudringliche Anhänger Melrunes. Um kein Aufsehen zu erregen, kaufen wir für uns alle Abzeichen für insgesamt acht Goldstücke. Beim Händler erstehen wir zum Preis von vierzig Goldstücken Vorräte für vier Wochen. Da wir die gelbschwarzen Rosetten tragen, begrüßt er uns als seine Parteigenossen.

4. bis 7. Mai

Wir reiten weiter. Die Alte Oststraße wird am Westufer von zwei Rundtürmen flankiert. Dahinter säumen Reihen von aufrecht stehenden Steinen die Straße bis zur anderen Seite des Flusses. Als wir außer Sichtweite sind, legen wir die Rosetten ab.
Nach drei Tagen erreichen wir Folon. Es ist größer als Jaufurt, hat aber keine militärischen Anlagen. Mehrere Gasthäuser werben durch ihre weithin sichtbaren Eingangsschilder um Kundschaft. Überall hängt das Zeichen der Melruniten neben dem Eingang. Wir mieten uns in einem der größeren Gasthöfe ein und nehmen uns drei Zimmer. Dort rasten wir einen Tag.

8. Mai

Nachts ist Unruhe. Als aus dem Fenster nichts zu sehen ist, schaut Barry in seine Schale. An der Weggabelung nach Alfa gibt es ein Handgemenge, an dem vier Melruniten und zwei andere beteiligt sind. Einer der beiden bricht verletzt zusammen. Der andere kann entkommen.
Barry und Norucalem beschließen, dem Verletzten zu helfen. Sberk verlässt das Hotel durch den Haupteingang. Er gibt vor frische Luft zu schnappen. Dabei hat er Norucalem und Barry im Schlepptau, die beide unsichtbar sind. Vor dem Hotel geht Sberk auf und ab, während die beiden zu dem Verwundeten eilen. Norucalem belegt ihn mit einem Heilzauber Barrys. Als der Geheilte gerade wieder zu sich kommt, spricht ihn der unsichtbare Zauberer an. Der Fremde flieht in Panik, weil kein Sprecher zu sehen ist. Wir gehen alle wieder ins Gasthaus zurück und setzen die Nachtruhe fort.

9. bis 11. Mai

Am Morgen sehen wir vor unserem Abritt einen großen und kräftig gebauten Reisenden beim Aufbruch, der erst nachts angekommen sein kann, weil wir ihr bisher noch nicht gesehen haben. Er verschwindet auf der Straße nach Süden. Norucalem ist versucht, ihm zu folgen, lässt sich aber von dem Vorhaben abbringen. Wir reiten ab.
Nach drei ruhigen Tagen werden unsere Pferde plötzlich von Wolfsgeheul aus den Hügeln erschreckt. Als ein großer Wolf mitten durch unsere Gruppe prescht, gehen die Pferde durch und wir werden in zwei Gruppen geteilt. Pfeile prasseln aus einem Hinterhalt auf uns herab.
Norucalem will zaubern, aber er wird getroffen. Barry steigt vom Pferd und geht dahinter in Deckung. Sein Pferd wird von mehreren Pfeilen getroffen. Sberk springt aus dem Sattel und wirft sich zu Boden. Sein Pferd läuft davon.
Norucalem reißt sein Pferd herum und jagt nach Norden in Richtung Sumpfgebiet außer Schussweite. Dann verwandelt er sich in eine Harpyie. Er schwingt sich in die Luft, fliegt schnell nach oben und wendet sich wieder dem Hauptgeschehen zu. Sberk und Eknalap suchen am Wegrand Deckung. Barry heilt sein noch röchelndes Pferd, das sich dann davonmacht.
Norucalem fliegt auf die Front der Gnolle zu, wobei er ein unangenehmes Gekreische von sich gibt. Er hat es auf den Anführer an der linken Flanke abgesehen. Barry lähmt die beiden Gnolle, die den heranfliegenden Elfen mit Pfeilen beschießen wollen, mit einem Bann. Norucalem feuert eine Salve magischer Geschosse auf Gegner ab, die unmittelbar gegen seine Freunde kämpfen. Sberk und Eknalap müssen sich gegen mehrere Angreifer verteidigen.

53. Spieltag

11. Mai, Fortsetzung

Auf einen Befehl hin beginnen die Gnolle sich aus dem Nahkampf zurückzuziehen, um ihre anfängliche Schlachtordnung wieder einzunehmen. Bogenschützen nehmen die Harpyie ins Visier. Barry beschwört die Pflanzen, seine beiden Gegner festzuhalten, aber einer von ihnen kann der Verstrickung ausweichen. Sberk und Eknalap greifen zu ihren Bögen und schicken Pfeile hinterher.
Um die Feinde mit einem Zauber anzugreifen, muss der Elf sich soweit nähern, dass er in Bogenschußweite ist. Es gelingt ihm, den Geist einiger Gnolle zu verwirren. Diese reagieren unterschiedlich. Sie lassen die Waffe fallen, schießen nicht auf den Elfen, sondern auf jemand anderen, oder scheinen einfach den Verstand verloren zu haben. Barry eilt zu seinen verwundeten Gefährten, um sie zu heilen. Der Dieb und der Kundschafter feuern weitere Pfeile ab, von denen mehrere treffen. Ein Feind wird dadurch getötet. Der Elf wird von zwei Pfeilen verletzt.
Er zaubert einen Blitz, mit dem er den Anführer und dessen Reitwolf zu Asche verwandelt. Daraufhin treten die Angreifer einen weniger geordneten Rückzug an und verschwinden in kurzer Zeit in den Hügeln. Der verletzte Elf beobachtet dieses aus der Höhe. Dabei entdeckt er auch den zweiten Anführer, der zwei unserer Pferde im Schlepptau hat. Auf einem davon sitzt unsere Gefangene, die Botschafterin Hyrkaniens.
Norucalem beschließt, den Anführer allein zu verfolgen. Sberk fragt sich, was wohl aus der anderen Gruppe geworden sein mag. Da nähert sich Ckaj und berichtet, dass die Hyrkanierin verschwunden ist. Dem Priester und Magier des Sonnentempels ist nichts geschehen. Sie sind unverletzt und haben sogar noch ihre Pferde, weil der Magier rechtzeitig ein Schild gegen Geschosse beschworen hat. Das Pferd der Gesandten ist durchgegangen und mit seiner wegen des Kontrollzaubers willenlosen Reiterin in die Hügel gerannt.
Weil unsere Pferde nach Osten gelaufen sind, will Eknalap dort versuchen, ihre Spur zu finden. Da sie weder auf der Straße, noch in der Ebene links davon zu sehen sind, müssen sie in die Hügel gelaufen sein. Das Pferd des Elfen kommt auf unseren Zuruf. Der Kundschafter findet die Fährte und wir nehmen schnell die Verfolgung auf.
Die Spur führt zu einem Pfad und schließlich zu einem verborgenen Höhleneingang. Davor sehen wir unsere Reittiere wieder. Der Eingang wird von zwei Gnollkriegern bewacht. Wir beraten kurz. Dann greifen wir an. Die Wachen werden durch magische Geschosse des Sonnenzauberers ausgeschaltet. Wir laufen so schnell wie möglich zu den Pferden. Dort stehen zwei fremde Ponies, die wir mitnehmen. Dann reiten wir scheinbar noch unbemerkt auf dem Pfad zurück zu dem Ort, wo wir überfallen worden sind.
Westlich davon kann Eknalap die Spur der beiden anderen Pferde aufnehmen. Wir folgen ihr bis zu einem anderen Höhleneingang. Dort bemerken wir Norucalem. Er scheint gerade aus einer Ohnmacht wieder zu sich zu gekommen zu sein. Ein Verwandlungszauber ist ihm misslungen. Er erzählt uns von seiner unsichtbaren Verfolgung. Die Hyrkanierin ist von dem anderen Anführer und seinen Kriegern in die Höhle gebracht worden. Der Eingang wird ebenfalls von zwei Kriegern bewacht, die sich aus der Sichtweite zurückgezogen haben, als der Elf sie verhöhnt hat.

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