Rollenspielchronik: 53. Kapitel, 64. Spieltag

Greff

Greff

3. Juli, Fortsetzung

Wir stellen fest, dass außer unser keiner weiß, wo wir sind. Wir bedenken unser weiteres Vorgehen und wieviel Zeit seit unserem Aufbruch in Hookbarg vergangen ist. Die Krönung könnte in Keond beim Frühlings- oder Winterfest stattfinden - notfalls auch ohne uns. Wir selbst können keine Nachricht an Unziël oder einen anderen unserer Freunde schicken, ohne die Geheimhaltung zu gefährden.

4. und 5. Juli

Wir brechen auf und verlassen Jason auf der Straße in Richtung Luva. Dort wollen wir dann spätestens umkehren und uns wieder dem ursprünglichen Ziel unserer Reise zuwenden. Wir riskieren dabei, dass Schnakel unerkannt an uns vorbei reitet oder uns auf dem Seeweg ausweicht. Nach zweitägigem Ritt kommen wir in Luva an.
Die Stadt wird durch eine hohe Steinmauer geschützt. Die Architektur erinnert uns an Keond. Das Stadtbild wird vor allem durch ein altes Schloß, die große Hauptstraße mit den beiden Märkten und den kleinen Seehafen geprägt.
Wir quartieren uns am nördlichen Markt in einem soliden Gasthof ein. Der Wirt Igor gibt uns freundlich Auskunft darüber, dass im Schloß der Fürst von Luva residiert. Dieser hat aber hauptsächlich Repräsentationspflichten, denn Luva wird von einem Bürgerrat verwaltet. Jemanden, der unserer Beschreibung von Greff entspricht, hat er nicht gesehen.
Der Gasthof hat durchgehend geöffnet. Nach dem Abendessen geht Sberk in Richtung Hafen, um sich dort mit seinesgleichen zu treffen und etwas über Greff herauszufinden. In verschiedenen Wirtshäusern macht er unauffällig das Zeichen der Diebesgilde. An der Bar einer Kaschemme gibt sich ein ominöser, großer, blonder Kerl als Kollege zu erkennen. Er fordert Sberk auf, sich mit ihm an einen Tisch zu setzen. Dann ergreift er die Initiative und stellt sich als Greff vor. Er tauscht die Kronenhälfte gegen Sberks Versprechen, dass wir nach Melrunes Ende für die Wiederherstellung seiner Ehre und die Würdigung seiner heroischen Tat mit einer angemessenen Belohnung eintreten werden. Den Diebstahl habe er eigentlich hauptsächlich aus sportlichem Ehrgeiz begangen, behauptet er. Sberk will sehen, was sich machen lässt. Er bewundert Greff für seinen Mut und sein Können.
Greff weiß, dass er von Schnakel gesucht wird. Doch er will mit diesem Unhold, dem Diener eines bösen Zauberers, nichts zu tun haben. Greff ist sich ganz sicher, dass niemand ihn gegen seinen Willen ausfindig machen kann. Er überreicht Sberk einen schweren, in Stoff gewickelten Gegenstand.
Als Sberk von dem Bündel aufblickt, scheint Greff sich auf einmal in Luft aufgelöst zu haben. Sberk begibt sich ohne Umschweife zurück in den Gasthof zu Barry und Norucalem.
Gespannt beobachten wir, wie Sberk einen halben Metallreif aus dem Bündel ans Licht befördert. Barry prüft den Gegenstand mit seinem Wahren Blick, und siehe da: Es ist tatsächlich eine Hälfte der sagenumwobenen Friedenskrone.

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