Rollenspielchronik: 70. Kapitel, 81. Spieltag

Oger

Oger

30. September, Fortsetzung

Wir ziehen uns außer Sichtweite zurück und verbringen eine ruhige Nacht in einer Sicheren Hütte.

1. Oktober

Sberk schleicht nochmals an den Rand der Senke. Er sieht sechs Oger in der Nähe der Felsen beim verborgenen Höhleneingang. Sie teilen sich in zwei Gruppen auf und verschwinden nach links und rechts außer Sichtweite.
Nach kurzer Beratung machen wir uns auf den Weg zu einem der drei Einschnitte in der Wand der Senke, der nahe bei der Felsengruppe liegt. Bevor der Waldrand erreicht ist, macht Norucalem seine Gefährten unsichtbar. Dann verwandelt er sich in einen unauffälligen, kleinen Vogel.
Barry und Sberk gehen getrennt den Abhang hinunter und treffen sich unten wieder. Dann gehen die beiden an der Senkenwand entlang zu dem Knochenhaufen, den der Elf entdeckt hat. Norucalem ist in seiner Vogelgestalt schon voraus geflogen. Er erkundet die nähere Umgebung des Haufens, ohne etwas Verdächtiges zu entdecken.
Barry geht voraus und Sberk folgt ihm nach Gehör. Der Knochenhaufen befindet sich an einem verborgenen Platz direkt unterhalb der Wand im Südosten der Senke. Die Knochenstelle ist schon sehr alt. Es sind Knochen von verschiedenen Humanoiden und Tieren zu sehen. Aasfresser haben sich daran zu schaffen gemacht.
Norucalem fliegt zu der Felsengruppe, um noch einmal gründlich nach einem Weg zum Eingang der finsteren Höhle zu suchen. Tatsächlich findet er dort einen, der mitten durch den massiven Fels hindurch zu führen scheint. Dann fliegt er wieder zum vereinbarten Treffpunkt zurück.
Barry und Sberk warten bei der Knochenstelle. Als der Elf nach einer ganzen Weile noch nicht erschienen ist, kehren sie ohne Zwischenfall zurück zum Treffpunkt außerhalb der Senke. Norucalem verwandelt sich in den Nordmann Norber, um das weitere Vorgehen mit den anderen besprechen zu können. Wieder in Vogelgestalt fliegt er zurück in den Kessel, um die Oger zu suchen. Er entdeckt sie dort, wo sie auch gestern gelagert haben. Als er sich vergewissert hat, dass dies die einzigen Oger in der Senke sind, fliegt er wieder zu Barry und Sberk.
Zum Glück hat der Elf die Dauer seiner Verwandlung gut geschätzt, und er erreicht die beiden noch als Vogel. Dann nimmt er wieder seine eigene Gestalt an. Wir planen, den Ogern am See aufzulauern und sie dort alle auf einmal auszuschalten. Nachdem wir uns wieder hinab in die Senke geschlichen haben, suchen wir den Schlafplatz der Ogerbande auf. Es handelt sich nur um einen geschützten Winkel unter einem überhängenden Felsen. Felle liegen unordentlich auf einem Bett aus trockenen Pflanzen verstreut herum.
Sberk geht zum Ufer des Sees. Dort wirft er mit lautem Platschen große Steine ins Wasser, um die Oger herbei zu locken. Dann verteilen wir uns einzeln im Unterholz um den Schlafplatz herum. Nach kurzer Zeit tauchen die Oger allesamt am Ufer auf, und Sberk kann sie mit Rufen zum Schlafplatz locken. Als die Hünen dort versammelt stehen, werden sie von einem Feuerball Norucalems und einem Flammenschlag Barrys vernichtet.

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