Rollenspielchronik: 75. Kapitel, 86. Spieltag

Günstige Winde

Günstige Winde

7. Oktober, Fortsetzung

Die Leute haben sich wegen des Roten Sterns wieder beruhigt.
Die feierliche Zeremonie unserer Ernennung zu Hauptmännern der Schloßgarde findet im Amtshaus in Anwesenheit von Bürgermeister Haddenoch statt.
Wir hören in der Ferne eine Fanfare, die das Herannahen eines königlichen Boten ankündigt. Kurz darauf kommt der Reiter am Amtshaus an. Haddenoch ruft ihn herein und gebietet ihm, seine Botschaft zu überbringen. Iomähnes ruft die Hauptleute zur Alarmbereitschaft auf, weil die Hookmark bei Hookbarg von Hyrkanischen Truppen besetzt sein soll. Eventuell auftretenden Gerüchten soll mit besonnenem Nachdruck entgegengetreten werden.
Hargut Aniger kommt dazu und mahnt zu einem raschen Aufbruch. Wir verabschieden uns von Haddenoch. Hesporant sagt uns ebenfalls Lebewohl und macht sich mit einigen Mönchen auf den Weg, um den Korpus von Isilwurz nach Ochgard zu bringen.
Wir machen uns auf den Weg zu Harguts Langschiff. Ein Kolkrabe landet auf einem Baum. Als wir allein sind fliegt er vor uns auf den Weg. Dann schaut er uns der Reihe nach an und krächzt:
"Raschnug hat großen Ärger mit Xorax."
Der Rabe Argos ist ein Bote der Orks von Hörn. Er bekommt von uns zur Belohnung etwas zu fressen. Wir überlegen eine Weile, wer wohl Xorax sein könnte. Es könnte der Anführer der Hyrkanier oder der böse Zauberer sein. Schließlich bringen wir Argos folgende Antwort bei, die er zweimal wiederholen muss:
"Wir müssen die Piraten besiegen, dann kommen wir helfen. Wer ist Xorax?"
Wir gehen mit Hargi an Bord und legen sofort ab.
Da wir seit einigen Tagen Südwind haben, dreht Barry den Wind mit der Macht Milils, so dass wir Rückenwind bekommen. Norucalem ermahnt den Priester, an die Auswirkungen seines Handelns auf das lokale Klima und die möglicherweise ungünstigen Folgen für die Vegetation durch ausbleibende oder übermäßige Niederschläge zu bedenken.
Barry schaut in der Schale des Sehens nach Hookbarg. Rund um die Festung sind Zelte mit Hyrkanischen Standarten zu sehen, aber auf der Burg flattert noch die Fahne von Keondar. In der Burg ist keiner von unseren Bekannten zu sehen.
Wir sprechen mit Hargi und erzählen ihm vieles von den Abenteuern, die wir erlebt haben, seit wir uns zuletzt gesehen haben.
Auf der Fahrt begegnen uns mehrere Schiffe aus Gonda mit Kurs auf Keondar.

8. bis 10. Oktober

Unser Priester sorgt auch weiter für günstigen Wind, obwohl der Elf immer noch seine Bedenken hat. Schließlich erreichen wir wohlbehalten den Hafen von Gonda, wo der Konvoi noch auf uns wartet.
Hargut kümmert sich schnell um seine Amtsgeschäfte als Baron der Insel. Als er zurück kommt, berichtet er uns, dass es von den Piraten nichts Neues gibt.
Wir planen, zunächst den Konvoi zum Südkap nach Krochan, dem südlichsten Hafen von Keondar, zu geleiten, wo die Übergabe an die Marine von Endor vorgesehen ist. Von dort wollen wir dann an der Küste entlang zurück nach Tsorig fahren.

11. bis 16. Oktober

Wir segeln ab und nutzen den mäßigen Wind, der quer von Süden kommt. Am fünften Tag zieht ein Orkan auf. Barry ruft Milil an, um die Kraft des Sturms zu bändigen.
Bei Einbruch der Dunkelheit kommen wir in Sichtweite der Küste, die wir etwa eine Stunde später erreichen. Wegen des anhaltenden Orkans werfen wir Anker. Sicherheitshalber werden alle Segel eingeholt und bewegliche Masten umgelegt.

17. Oktober

Nach einer unruhigen, stürmischen Nacht setzen wir unsere Fahrt dicht an der Küste fort. Dann wird das vordere Langschiff, das sich zu dicht ans Ufer gewagt hat, plötzlich von einer achtköpfigen Hydra angegriffen. Während Hargi sein Schiff näher heran manövrieren lässt, müssen wir hilflos zusehen, wie der Mast aus dem Rumpf herausgerissen und die Besatzung einer nach dem anderen verschlungen wird.
Als wir in Schußweite kommen, feuert der Elf eine Salve magischer Geschosse ab, die zwei von den acht Köpfen vernichtet. Sberk schießt zwei Pfeile ab, die aber wegen der großen Entfernung ihr Ziel verfehlen. Barry gelingt es, einen Kopf durch einen Treffer mit seiner Steinschleuder unschädlich zu machen. Nun kann Norucalem die Hydra mit einem Feuerball erreichen, welcher vier weitere Köpfe zerstört. Während die Hydra versucht, sich zurückzuziehen, wird der letzte Kopf von den Pfeilen Sberks erledigt.
Der Rest des Schiffs versinkt vor unseren Augen in den Fluten.

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