Rollenspielchronik: 91. Kapitel, 102. Spieltag

Echsenmenschen und Zentauren

Echsenmenschen und Zentauren

26. Dezember, Fortsetzung

Wir gehen gen Süden in Richtung Folon. Unterwegs erreicht uns ein Läufer von den Echsenmenschen mit einer Botschaft von Kritz. Der Sohn des Königs der Echsenmenschen vom Rashmoor lässt uns grüßen. Er bedankt sich, dass wir die Insignien seines Stammesbruders überbracht haben und bedauert, dass er selbst nicht kommen kann, weil die Echsenmenschen Ärger mit Kreaturen aus dem dunklen Wald im Norden des Moors haben. Dann weist er noch darauf hin, dass die Zentauren nicht böse sind, sondern nur wenig mit den Echsenmenschen gemeinsam haben. Wir beschließen herauszufinden, was mit der Hälfte der Friedenskrone und den beiden Türmen geschehen ist und wollen versuchen, dorthin zu gelangen.
Norucalem hat immer noch Schmerzen. Barry wendet einen Spruch bei ihm an, der Schlimmeres verhindern soll, falls Gift die Ursache ist.

27. Dezember

Weil Norucalem sich nicht besser fühlt, wendet Barry einen weiteren Spruch an, um schwere Krankheiten zu heilen.
Wir reiten nun weiter östlich direkt auf die Straße zu.
Als Barry in die Schale schaut, kann er die beiden Türme nicht finden. Unziël und Hargut sind unterwegs auf der Straße in Richtung Hauptstadt. In Mogrest hat sich nicht viel getan.

28. Dezember

Es hat geschneit und der Schnee liegt vor der Tür bis über das Guckloch. Norucalem schickt ein Zauberauge durch den Kamin nach draußen. Dabei stellt er fest, dass sich in der Nacht auf der Türseite eine große Schneewehe gebildet hat.
Norucalem öffnet die Türluke und steckt seine Hände in den Schnee. Dann zaubert er Brennende Hände. Das Schmelzwasser läuft ihm die Arme entlang bis in die Achselhöhlen. In der Hütte bildet sich vor der Tür eine große Pfütze.
Wir treten von der Türseite zurück. Dann hebt Norucalem den Hüttenzauber auf, und wir stehen plötzlich im Freien. Der kalte Wind pfeift uns um die Ohren.
Beim Blick in die Schale des Sehens kann Barry die Hälfte der Friedenskrone zwar finden, aber nicht sehen. Die Türme bleiben verschwunden.
Abends erreichen wir die Oststraße. Der Elf lässt einen Unsichtbaren Diener Holz für zwei Tage sammeln, was eine Weile dauert. Norucalem fühlt sich dabei beobachtet.

29. Dezember bis 1. Januar

Wir rasten einen Tag.
Mit Hilfe des Härenen Sackes der Schnelligkeit gelingt es uns, schon mittags die Biegung der Straße zu erreichen, wo wir nach Südosten in das Hügelland abbiegen wollen. Die Reise verläuft bis zum Abend ereignislos.
Am nächsten Tag spitzt der Dieb während des Ritts seine Ohren, aber erst abends hört er in der Ferne ein heiseres Knurren. Wir verbringen die Nacht in einer Sicheren Hütte, die diesmal Fenster an allen Seiten hat. Wir halten nachts abwechselnd Wache.

2. Januar

Wir reiten weiter durch hügeliges Gelände südostwärts. Der Baumbestand wird langsam immer dichter. Schließlich können wir nicht mehr weiter, weil auf einer weiten Fläche vor uns undurchdringliches Dorngestrüpp den Weg versperrt.
Sberk zieht sein Zauberschwert. Er beginnt, sich damit wie mit einer Machete einen Weg zu bahnen, was sich als ziemlich anstrengend erweist. Barry ruft Milil zu Hilfe. Der Priester scheint in grünes Licht gehüllt zu werden und die Pflanzen weichen wie von selbst vor ihm auseinander.
Wir folgen ihm durch das Pflanzentor in den grünen Lichtschein hinein. Als wir schon ziemlich weit durch das Gestrüpp gegangen sind, müssen wir an einem breiten Graben anhalten, der quer zu unserer Marschrichtung verläuft. Wir können mit den Pferden nicht hinübergelangen, weil die Grabensohle mit Spießen gespickt ist, welche schräg in alle Richtungen zeigen. Auf der gegenüberliegenden Seite führt ein deutlich sichtbarer Pfad am Graben entlang, auf dem wir Hufspuren entdecken können.
Sberk hört als erster von uns Hufgetrappel im Westen. Sechs Zentauren galoppieren heran. Die beiden vorderen reiten vorbei, ohne uns zu bemerken, doch der dritte sieht uns. Sofort heben alle ihre Bögen und zielen mit Pfeilen auf uns. Erst als der Anführer etwas in einer uns unbekannten Sprache sagt, senken sie ihre Waffen.
Wir können uns auf elfisch verständigen und versuchen zu erklären, warum wir hier sind. Der Anführer der Patrouille meint, dass nur der Häuptling über unser weiteres Schicksal entscheiden kann, weil wir ohne Erlaubnis in ihr Stammesgebiet eingedrungen sind. Vier von ihnen reiten davon, die anderen beiden leisten uns Gesellschaft. Sie bieten uns Nahrung und frisches Wasser an. Sie sind sehr schweigsam, aber wir bemühen uns, mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Die Zentaurenkrieger wollen wissen, wie wir es geschafft haben, den Dornenwald zu durchqueren. Als Norucalem sie nach Ungrünem Leuchten fragt, bekommt er keine Antwort. Stattdessen wenden die beiden Zentauren sich ab.

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