Rollenspielchronik: 93. Kapitel, 104. Spieltag

Von Jaufurt nach Keond

Von Jaufurt nach Keond

15. Januar, Fortsetzung

Wir sind Gäste bei Zambulia, berichten ihr von der Übergabe der Insignien des in Jaufurt hingerichteten Echsenmenschen und erzählen von unseren Abenteuern. Zur Zeit regiert in Hook ein Statthalter und die Lage hat sich beruhigt. Wir glauben, dass Unziël inzwischen in der Hauptstadt angekommen ist.

16. und 17. Januar

Wir verabschieden uns und reiten los. Wir benutzen den Kartoffelsack der Schnelligkeit, aber unterwegs verlieren wir irgendwie den Dieb und schaffen nur die normale Strecke.
Am nächsten Tag gelingt uns die magische Akrobatik und bringt uns bis an die Grenze des Gnomenreiches.

18. Januar

Gegen Mittag erreichen wir Targon, wir unterhalten uns kurz mit dem Statthalter. König Grisbertil hat etwas Zeit für uns und begrüßt uns freundlich. Wir berichten ihm von den Ereignissen seit unserer letzten Begegnung.

19. und 20. Januar

Wir reiten bis zur westlichen Grenze des Gnomenreiches und rasten dort einen Tag.

21. bis 23. Januar

Wir reiten über den Sack durch eine schemenhaft verschwommene Welt und schaffen es bis hinter Falund. Am nächsten Tag ist es der Priester der irgendwie dabei abhanden kommt, aber am Tag darauf klappt es wieder. Je näher wir der Hauptstadt kommen, umso mehr Bewohner treffen wir, die auf dem Weg dorthin sind. Es herrscht außergewöhnlicher Betrieb und wir vermuten, dass dies mit dem neuen König zusammenhängt.

24. Januar

Gegen Mittag erreichen wir die Hauptstadt Keond. Wir wollen wieder im goldenen Drachen Quartier nehmen. Nachdem wir die Pferde versorgt und unser Gepäck auf die Zimmer gebracht haben, schreiben wir an Re Tsie, dass wir demnächst nach Mogrest kommen wollen. Osbard, der Wirt, kann es kaum erwarten von unseren Abenteuern zu hören damit er die Chronik fortsetzen kann.
Wir gehen zum Palast. Davor hat sich eine große Menschenmenge versammelt. Der einzige Eingang wird von zwei Gardisten mit Hellebarden bewacht. Wir überlegen, ob wir versuchen sollen durch die Menge zum Tor zu gelangen. Doch wir besinnen uns anders und gehen zum Tempel von Mitra, dem Sonnengott um Iomähnes aufzusuchen.
Wir betreten den öffentlichen Tempelbereich. Nach einem kurzen Gebet suchen wir den Aufsicht habenden Priester auf. Er weist uns zurück und sagt, dass Iomähnes keine Zeit für Besucher hat. Weil wir ihm die Friedenskrone nicht einfach geben mögen, bitten wir um Feder und Tinte und schreiben an den Hohepriester, dass wir die zweite Hälfte der Friedenskrone gefunden haben.
Als Norucalem das blaue Sternenamulett hervorholt und den Bevollmächtigten fragt, ob er ihm sagen könne was es damit auf sich hat, wird er an entsprechende Gelehrte in der Stadt verwiesen. Der Priester wendet sich von uns ab.
Wir gehen zum Mililtempel. Barry wird herzlich begrüßt. Okrukalem hat aber keine Zeit oder ist nicht da. Wir gehen zum goldenen Drachen zurück, holen die Rüstung und bringen diese zu Hanniss, dem Waffenschmied. Der Meister kommt selbst und nimmt die Rüstung in Augenschein. Er meint, er habe zwar schon viel gesehen, aber eine derartige Machart sei ihm völlig unbekannt. Er will sich selbst darum kümmern. Das Erneuern der Ledergurte sollte schnell zu machen sein. Wir geben ihm die Rüstung und auch den dazugehörigen Streitkolben zum Überarbeiten und auch zur magischen Untersuchung. Morgen abend können wir alles wieder abholen. Weil ein Schätzen der magischen Eigenschaften üblicherweise ein Zehntel des Wertes des Gegenstandes kostet, vereinbaren wir mit Hanniss, dass wir uns das vorbehalten wollen, wenn es teurer als tausend Goldstücke sein sollte. Wir gehen wieder zum Gasthof zurück.
Auf dem Zimmer benutzt Barry seine Schale des Sehens, um Hargut und Unziël zu finden. Die beiden sitzen gemeinsam mit Iomähnes und Okrukalem im Sonnentempel und spielen ein beliebtes Kartenspiel genannt Brombeer und Pilz.

25. Januar

Morgens begibt sich der Elf zum Turm zu seinem Meister Gudwich, während Sberk im Gasthof bleibt, und Osbard weiter von unseren Abenteuern erzählt.
Als Norucalem bei dem Turm angelangt ist, spricht er die Tür an, doch diese reagiert überhaupt nicht. Der Elf kommt sich ziemlich doof vor. Er benutzt zum ersten Mal den Klopfer in der Form eines Nasenrings im eisernen Antlitz der Tür. Lange nachdem der Ton verhallt ist, und als Norucalem einmal um den Turm herumgegangen ist wird die Tür einen Spalt breit geöffnet. Gudwich entschuldigt sich dafür, dass er nicht mehr so flink auf den Beinen ist. Er hofft, dass die Tür bald wieder in Ordnung sein wird und bittet seinen Schüler zum Rauchen und Teetrinken herein. Norucalem erzählt von seinen Erlebnissen. Schließlich zeigt er Gudwich das blau schimmernde Sternenamulett und fragt ihn um seine Meinung dazu. Der alte Zauberer ist fasziniert, aber er kann auch keine Auskunft geben. Norucalem überlässt ihm das Amulett für weitere Untersuchungen. Dann verabschiedet sich der Elf und geht beschwingten Schrittes durch den sonnigen Vormittag zum Gasthof zurück.
Barry geht indessen zu seinem Tempel, wo er eine Weile warten muss, bis der Hohepriester Zeit für ihn hat. Nachdem er seinem Meister von den wichtigsten Geschehnissen berichtet hat, fragt Barry Okrukalem nach dem Spiel. Der ist verwundert, dass Barry etwas davon weiß. Besonders froh ist er zu hören, dass es uns gelungen ist, die verschwundene Hälfte der Friedenskrone zu finden.
Als wir gegen Mittag wieder alle im goldenen Drachen sind, erschient die Stadtwache und fordert uns auf, sie zu Iomähnes zu begleiten. Es hat den Anschein, als wären wir verhaftet, aber wir machen keinen Aufstand. Der Hauptpriester von gestern nimmt uns in Empfang. Er tadelt uns und meint, dass wir unrechtmäßig das Eigentum des Sonnentempels, nämlich die Friedenskrone, zurückgehalten haben. Dann führt er uns zu Iomähnes. Der Hohepriester hat wie immer Gesellschaft von seinem schattenhaften Leibzauberer Ygon. Sie haben Besuch von Unziël. Iomähnes macht kein großes Aufhebens wegen der Formalitäten, sondern nimmt erfreut die Hälfte der Friedenskrone von Sberk persönlich entgegen. Wir besprechen die aktuelle politische Situation. Weil die Handelsbeziehungen zu Endor immer noch gestört sind, bieten wir noch einmal unsere Hilfe an. Die Krönung soll am ersten März sein. Es hat sich inzwischen herausgestellt, dass die Probleme in Fupol wohl mit dem Erscheinen des Kometen zusammengehangen haben. Der alte Hohepriester Krimpatûl wurde dabei sehr geschwächt und kann deshalb nur noch sehr langsam reisen.
Wir treffen Hargut Aniger am Hafen bei seinem Schiff. Er will bald nach Sargonda abreisen um rechtzeitig zur Krönung mit seiner Frau Arimanne wieder hier zu sein. Gegen Abend gehen wir zum Waffenschmied. Er hat die Rüstung und den Streitkolben vollständig überarbeitet. Die beiden Gegenstände sind aber noch nicht untersucht worden, weil sie zusammen wohl mehr als Zehntausend Goldstücke wert sind. Wir sind begeistert und bereit zu zahlen. Morgen wollen wir noch einmal wiederkommen.

26. Januar

Heute ist unser Rasttag. Wir holen die Rüstung und den Streitkolben bei Hanniss ab. Das Schätzen ist sehr teuer gewesen, aber Hanniss erweist sich als sehr kulant, und es wird nicht einmal eine Summe genannt, weil wir ihm gesagt haben, dass beides ein Geschenk für den neuen König sein soll. Fürs Erste ist es ihm genug, dass wir drei dafür bürgen.

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