Rollenspielchronik: 94. Kapitel, 105. Spieltag

Neue Kleider

Neue Kleider

27. Januar

Wir gehen zum Schneider. Der reibt sich schon die Hände, als er uns sieht. Wir lassen uns beraten, wählen einen edlen Stoff aus und entscheiden uns für ansprechende Farben. Nach kurzem Handel einigen wir uns auf einen Preis von tausendfünfhundert Goldstücken für uns drei. Sberk zahlt zwanzig Prozent an.
Wir reiten in Richtung Mogrest ab. Mit dem Sack klappt es nicht, der Elf geht unterwegs verloren. So schaffen wir nur die normale Strecke bis zum Gasthof. Dort treffen wir einmal wieder auf den Gnomenhändler Nomb, der uns magischen Schnickschnack verkaufen will. Sberk erwirbt ein Feuerschutzamulett. Er bekommt einen sehr guten Preis, muss dafür aber versprechen, dass er versuchen wird, dem Händler Materialien zu besorgen, die vielleicht als Zutaten für magische Tränke oder andere Gegenstände benötigt werden.

28. Januar

Wir erreichen Mogrest am späten Vormittag.
Die Zwerge aus den Eisenbergen sind inzwischen angekommen. Wir müssen uns bald um den Keller kümmern, der Re Tsie keine Ruhe lässt. Die beiden Zwerge Zworrk und Hrannek legen einen Vertrag vor uns hin. Wir vereinbaren, dass sie sich die Geheimgänge, die Eisenmine und den Steinbruch ansehen sollen.
Wir begeben uns zum Steinbruch, damit die Zwerge sich dort selbst ein Bild machen können. Nach der Besichtigung sind sich die beiden einig, dass man dort noch einigen Granit abbauen kann.
Abends feiern wir auf der Burg ein kleines Fest.

29. Januar

Re Tsie wird Vorarbeiter aussuchen und einige seiner Aufgaben an diese delegieren. Unser Hofmarschall soll für die Krönung neue Gewänder bekommen, die ebenso schön wie unsere sind. Der Schneider von Mogrest, der sonst eher alltägliche Kleidung macht, nimmt die Maße von Re Tsie. Unsere sechs Söldner werden damit in die Hauptstadt reiten und sich selbst auch neu einkleiden lassen.
Als nächstes kümmern wir uns um unsere Schüler. Wir beschließen, die drei nach Keond zu schicken. Reddiw soll bei der Diebesgilde nach Aufträgen fragen, Beaky in den Mililtempel gehen und Kowe Gudwich helfen. Norucalem ermahnt seinen Schüler, nicht mit dem Rauchen anzufangen und warnt ihn vor der Tür.
Wir gehen mit den Zwergen in den Keller und zeigen ihnen den Geheimgang, der zum Speisesaal hinaufführt. Die Zwerge sagen, dass sie den eingestürzten Teil wieder freilegen können.
Danach zeigen wir ihnen auch den anderen Geheimgang zum Schrein von Mog. Die beiden Steinwände, mit denen Barry die wilden Gänge verschlossen hat, sind unversehrt. Barry löst die Steinwand auf der rechten Seite auf. Wir gehen in den wilden Gang hinein. Die Zwerge erklären, dass es sich um einen von Steinbeißern gefressenen Gang handelt. Wir gehen weiter und durchqueren die Höhle mit den Resten der Steineier. Dahinter wenden wir uns nach links. Wir prüfen die versteckte Vorratskammer der Steinbeißer und gehen dann weiter bis zu der Stelle, wo der Gang eingestürzt ist, ohne irgendwelche Veränderungen zu finden. Norucalem zaubert ein Gepfeffertes Magisches Auge, welches er in den letzten abzweigenden Gang hineinschickt, den wir noch nicht überprüft haben. Auf diese Weise untersucht der elfische Zauberer auch den Rest des Kellers, ohne etwas Auffälliges zu entdecken.
Der noch unerforschte, weiter abwärts führende Gang ist immer noch durch einen Einsturz versperrt. Der enge Durchlass unter der Decke scheint aber größer geworden zu sein. Die Zwerge benötigen zwei Stunden, um den Gang freizulegen.
Wir gehen abwärts. Die Zwerge meinen, dass Ausläufer dieses Gangs bis zu unserer Eisenmine führen könnten. Wir kommen an eine Kammer. Sberk, der vorangeht, erkennt gerade noch rechtzeitig, dass er zwischen den Kiefern eines riesigen Maules steht. Er kann gerade noch zurückspringen, bevor es zuschnappt. Es schnattert und die Kiefer öffnen sich wieder. Zworrk und Hrannek erklären uns, dass es sich um ein Monstrum handelt, welches bei ihnen Freßtor genannt wird. Eine ganze Truppe extra dafür ausgebildeter Zwergenkrieger sind nötig, um es auszuschalten. Sie weisen uns darauf hin, dass sich das Herz unmittelbar hinter dem Rachen, oben in der Mitte zwischen den Kiefern befindet. Barry ruft eine Ameisenarmee herbei, die aber mit mehreren Bissen zermalmt wird. Mit Pfeilen und Magie schaffen wir es schließlich, das Vieh zu besiegen. Es stinkt nach verbranntem Fleisch. Wir schieben die Reste zur Seite. Die Zähne sehen beeindruckend aus.

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