Rollenspielchronik: 95. Kapitel, 106. Spieltag

Gestank

Gestank

29. Januar, Fortsetzung

Es stinkt nach versengtem Freßtor. Obwohl es schon später ist, wollen wir noch weiter gehen. Hin und wieder sind Spuren von Wichteln zu sehen. Nach Angaben der beiden Zwerge sind diese eigentlich harmlos, können aber auch nerven.
Wir kommen an eine Gabelung und entscheiden uns für den Gang, der nicht weiter abwärts zu führen scheint, um möglichst nichts Unbekanntes im Rücken zu haben. Dort treffen wir auf einen Steinbeißer. Wir müssen kämpfen. Es gelingt uns nicht, das Vieh ganz zur Strecke zu bringen, denn der Gang stürzt ein.
Wir kehren zum Hauptgang zurück. Auf dem Weg dorthin treffen wir die beiden Zwerge, die zu Beginn des Kampfes in Deckung gegangen sind. Für heute haben wir genug unbekannte Gänge erforscht.
Als wir bei den Resten des Freßtors vorbeikommen, erinnert sich Sberk an sein Versprechen wegen des Feuerschutzamuletts. Er zieht dem Monster einen Zahn mit seinem magischen Schwert.
Da Norucalem kein solches Schwert hat, zaubert er Brennende Hände, um einen Zahn aus dem Kiefer zu lösen. Wir schimpfen auf den Elfen wegen des üblen Gestanks.
Sberk deponiert den Zahn bei Re Tsie, wie er es mit dem Gnomenhändler Nomb abgemacht hat. Norucalem verstaut den Zahn in seinem Zimmer in einer Truhe.
Unsere Siedler sind verstört vom üblen Gestank, der durch irgendwelche Ritzen aus den Gängen an die Oberfläche gestiegen ist. Barry gelingt es, die Leute zu beruhigen.
Wir wollen unsere verschobene Einweihungsfeier auf Mogrest nun zwei Wochen nach der Krönung veranstalten und schicken Boten an die Gäste.

30. Januar

Re Tsie hat zum Einteilen von Arbeitskräften den Vorarbeiter Wurrtsi angestellt. Wir müssen noch mehr Vorräte für etwaige Gäste und für die große Feier beschaffen.
Wegen der Begegnung mit dem Freßtor und dem Steinbeißer finden sich die Zwerge Zworrk und Hrannek in voller Kampfmontur mit Kettenhemd und Streitaxt zur weiteren Erkundung der Gänge unter der Burg ein. Wir steigen wieder in den Keller hinab und nehmen den selben Weg wie gestern .Nach einer Stunde kommen wir bei der vom Steinbeißer verschütteten Stelle an. Alles ist noch unverändert. Wir lassen den verschütteten Seitengang hinter uns und steigen weiter hinab.
Nach etwa zwei Stunden kommen wir am Ende des Gangs an. Er mündet schräg von oben in einen größeren Gang, der beinahe waagerecht von Südost nach Nordwest verläuft.
Der große Gang scheint geologischen Ursprungs zu sein. Er sieht benutzt aus. Wir lassen uns hinab, wenden uns nach links und gehen vorsichtig weiter. Nach einiger Zeit sehen wir an der rechten Wand eine Nische. Dort sitzt ein Reptil, welches den Kopf in unsere Richtung gewendet hat.
Sberk wird vom Blick der Echse getroffen und in Stein verwandelt. Sein versteinerter Dolch leuchtet weiterhin.
Norucalem lässt dreizehn schwarze Tentakel vor der Nische entstehen, welche das Reptil attackieren und recht schnell besiegen. Glücklicherweise kann Sberks Versteinerung durch Barrys göttliche Unterstützung dann gleich wieder aufgehoben werden. Norucalem entdeckt beiläufig in der Nische eine Geheimtür, die er sogleich mit einem Klopfzauberspruch öffnet. Wir trauen uns nicht hindurchzugehen, weil wir mit irgendwelchem üblen Abwehrzauber rechnen.

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