Rollenspielchronik: 98. Kapitel, 109. Spieltag

VorbereitungenDie Krönung

Vorbereitungen

24. Februar

Mit Hilfe der Schale des Sehens versucht Barry Zorkan von Tolk zu finden. Er kann den Schwertkämpfer nirgendwo lokalisieren, obwohl er sich sicher ist, dass er noch am Leben sein muss.
Sembolosu ist unterwegs nach Keond. Barry sieht ihn in der Nähe von Osfurt mit einem gebrechlich wirkenden, alten Priester in einer Sänfte sprechen.
Iomähnes spielt schon wieder Brombeer und Pilz, diesmal gegen sich selbst, reihum alle drei Parteien mit verdeckten Karten.
Barrys Schülerin Beaky ist irgendwo unterwegs. Sie schaut skeptisch zu Reddiw und Kowe hinüber, die sich gerade streiten.
Ein Bote Sembolosus kommt von der Straße nach Mogrest geritten. Er lässt fragen, ob wir uns anschließen wollen. Wir bitten um etwas Zeit für die Reisevorbereitung.
Nach einer halben Stunde kommt die beeindruckende Prozession zur Burg. Der alte Hohepriester Grasnoyas vom Tempel des Wandels wird in einer reich mit Wellenornamenten und Mondsymbolen verzierten Sänfte gebracht. Er will unbedingt den Schrein von Mog besichtigen.
Von Zorkan hat der Statthalter auch nichts gehört. Er ist aber nicht beunruhigt, weil in Tolk alles normal zu laufen scheint.
Wir packen zusammen und zeigen Sembolosu noch schnell Mogrest. Dann brechen wir auf. Unsere treuen Söldner sind schon gestern abgeritten.

25. bis 27. Februar

Abends erreichen wir die Hauptstadt Keond. Dort befinden sich etwa zehnmal soviel Leute wie gewöhnlich.
Beim Goldenen Drachen müssen wir warten, bis Zimmer frei werden. Osbard hat kaum Zeit mit uns zu sprechen. Wir spielen mit Sembolosu Brombeer und Pilz.

28. bis 30. Februar

Wir gehen zum Schneider, um die Festgewänder anzuprobieren. Legab hat sich darum gekümmert. Es dauert etwas, bis alle fertig sind.
Wir gehen zum Schmied Hanniss. Er soll die Rüstung und den Streitkolben für Unziël beim Palast anliefern. Wir werden dort Bescheid geben und mit Unziël sprechen.
Iomähnes hat keine Zeit. Barry will zum Mililtempel und Norucalem zu Gudwich.
Barry wird beim Tempel gleich zu Okrukalem vorgelassen. Sie unterhalten sich locker über die bevorstehende Krönung. Der Hohepriester des Mililtempels hat selbst auch noch keine erlebt. Barry erzählt ihm von unserem Wunsch, dass Unziël Rüstung und Streitkolben gleich bei der Krönung trägt. Unziël ist schon die ganze Woche beim Sonnentempel und unterzieht sich den Krönungsritualen. Beaky ist mit einem Auftrag unterwegs, Abt Gustibert weiß Einzelheiten. Barry findet heraus, dass seine Schülerin Schriften vom König der Gnome beim Gasthaus an der Morstel abholen soll und pünktlich zur Krönung wieder da sein kann. Barry geht ins Gasthaus zurück.
Als Norucalem bei Turm seines alten Meisters ankommt, wird er von der Tür freundlich begrüßt und unverzüglich eingelassen, nachdem er sich vorgestellt hat. Auf der Treppe nach oben stolpert er und stößt sich. Die Treppe kommt ihm eigenartig vor. Eine Stufe knarrt fürchterlich. Vorsichtig erreicht der Elf Gudwichs Räume.
Sein alter Meister empfängt ihn erfreut. Er sagt, dass er sich selbst um die Reparatur des Eingangstors gekümmert hat, ein schwieriges Unterfangen, bei dem er viele Male die Treppe rauf und runter gegangen ist, bis er durch Ausprobieren den richtigen Zauberspruch gefunden hat. Er erkundigt sich, ob Norucalem mit dem Ergebnis zufrieden ist.
Norucalems Schüler Kowe ist mit dem blauen Sternamulett nach Nordosten unterwegs, um herauszufinden, was es damit auf sich hat. Gudwich weiß nicht, wann er aufgebrochen ist. Der alte Zauberer überreicht dem Elfen Natternpillen, sie wären gut zur Konzentration und bei Wahnsinnsattacken. Norucalem kommt es in den Sinn, dass Kowe die Lösung des Rätsels gar nicht herausfinden kann. Dabei fällt ihm auf, dass ihn das Stimmengewirr unter seinem Hut inzwischen abgehärtet hat, und dass er sich nun besser konzentrieren kann als je zuvor. Norucalem verabschiedet sich von Gudwich und geht zum Gasthof, wo er wieder mit Barry zusammentrifft.
Es gelingt uns, im Sonnentempel mit Unziël zu sprechen und ihn davon zu überzeugen, die Rüstung bei der Krönung zu tragen.
Die Nachtruhe wird etwas durch den Lärm von Betrunkenen gestört.

Die Krönung

1. März

Früh morgens erschallen laute Fanfaren. Ausrufer geben den Beginn der öffentlichen Krönungszeremonien bekannt.
Wir gehen zum Sonnentempel. Der Eingang an der Südseite des kuppelförmigen Baus ist weit geöffnet. Als geladene Gäste werden wir in den weitläufigen Andachtsraum eingelassen. An der Nordseite sind die beiden Flügel des Altars aufgeklappt, so dass die große metallene Sonnenscheibe an der Wand dahinter zu sehen ist. Auf dem Boden in der Mitte davor steht eine mit Wasser gefüllte Steinschale. Die durch Fenster hereinfallenden Sonnenstrahlen werden von der metallenen Scheibe reflektiert und wandern mit der Zeit auf die Steinschale zu. Iomähnes erscheint im Prachtgewand des Hohepriesters begleitet von Unziël, der nur in einfaches Leinen gekleidet ist. Als das reflektierte Sonnenlicht in die Steinschale fällt, füllt der Hohepriester einen Kelch und reicht ihn an Unziël. Nachdem er von dem geweihten Wasser getrunken hat, setzt Iomähnes ihm die Friedenskrone auf. Dann erklärt er ihn im Namen des Sonnengottes zum rechtmäßigen König von Keondar. Man kann nicht erkennen, dass die Krone in zwei Teile zerbrochen ist. Unziël schwört sein Leben in den Dienst des Landes zu stellen. Dann ist die Zeremonie im Tempel beendet.
Wir gehen zum Königspalast. Unziël erscheint nach einer Weile. Diesmal trägt er seine Waffen und die Dämonenrüstung unter einem schlichten Festgewand. Unziël strahlt. Seine Erscheinung hat sich sehr verändert und er scheint mit seinem neuen Amt gewachsen zu sein.
Er erklärt eine allgemeine Amnestie für leichte Straftaten und garantiert allen, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind, ein gerechtes Verfahren. Den Bürgern werden alle Schulden an den König erlassen. Zum Statthalter der Hookmark erklärt er zu unserem Erstaunen seinen "alten Freund und Weggefährten" Greff.
Nachdem Unziël seine Rede beendet hat, gelingt es uns, inoffiziell mit ihm zu sprechen. Wir erzählen von Sberks Versteinerung und seiner Entscheidung, das Abenteurerleben aufzugeben.
Unziël erklärt, dass die Friedenskrone wieder ganz gewesen sei, als er sie aufgesetzt hat. Seine Schwester Helle von Loburg wird sich auch um die Verwaltung von Melbarg kümmern.
Unter den Gästen sind außer Menschen auch Elfische Adlige aus Kyrom und Zwergenfürsten aus Thukur. Erstaunlicherweise gelingt es diesen, ohne Missverständnis ein paar Höflichkeiten miteinander auszutauschen. Wir werden Unziëls Halbschwester Helle vorgestellt. Sie ist zierlich, dunkelhaarig und sieht ziemlich hübsch aus. Wir laden sie persönlich zum Fest auf Mogrest ein. Barry spricht mit den Zwergen. Sie sind höflich und nett und nehmen die Einladung zu unserem Fest gern an.
Als Norucalem sich an die beiden Elfen wendet, wird er herablassend behandelt. Sie ignorieren seine Einladung. Er wendet sich laut fluchend von ihnen ab, stellt sich bei den Zwergenfürsten vor und entschuldigt sich für seine arroganten Angehörigen.
Die beiden Zwerge trinken ihr Bier aus eigenen, reich verzierten, zwei Liter fassenden Humpen. Einem von ihnen gelingt es, einen weiteren Humpen für Norucalem herbeizuschaffen. Der Elf nimmt einen kräftigen Zug. Sofort fühlt er sich viel lockerer. Er unterhält sich prächtig mit den Zwergen, wobei er von seinen adligen Verwandten argwöhnisch beobachtet wird.
Als Barry sich Norucalem von der Seite nähert, reißt der ihn fast mit seinem schweren Humpen um. Als er einen Schluck angeboten bekommt, nutzt Barry die Gelegenheit, um unauffällig das Bier von Gift zu reinigen. Norucalem trinkt wieder, das Bier schmeckt genau wie vorher, aber etwas fehlt. Einer der beiden Zwerge probiert, schüttet den Inhalt in einen Pflanzenkübel und bestellt neues Bier.
Norucalem trinkt zügig sein Bier in fröhlicher, lauter Gesellschaft der Zwerge. Am Ende geht er zu den Elfen und beleidigt diese mit unflätigen Ausdrücken. Dann kippt er um. Barry verhindert Schlimmeres. Er bringt seinen Freund zu Bett.

2. und 3. März

Nach einem ruhigen Tag für Barry erwacht Norucalem erst am übernächsten Morgen wieder. Er hat schreckliche Kopfschmerzen.

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