Rollenspielchronik: 99. Kapitel, 110. Spieltag

Ehrungen und Abkommen

Ehrungen und Abkommen

3. März, Fortsetzung

Unziël möchte sich noch einmal richtig bei uns bedanken. Wir wollen an einem der nächsten Tage zu ihm gehen, wenn der Trubel sich etwas gelegt hat.
Norucalem kann sich kaum erinnern, was geschehen ist. Sein Knie schmerzt von dem Sturz. Die unlösbare Aufgabe seines Schülers Kowe kommt ihm in den Sinn. Barry erzählt ihm, dass die Elfen ihn auf Lebenszeit am Hof von Kyrom unmöglich machen wollen, wenn sie dort von seinem unglaublichen Verhalten bei dem Fest berichten.
Unziël ist über sich hinausgewachsen. Er bedankt sich sehr herzlich, dass wir dazu beigetragen haben, ihn zum König zu machen. Es tut ihm etwas leid, wenn er in Zukunft kaum noch Zeit für uns haben wird. An Barry übergibt er als Dank den Dämonenstreitkolben. Norucalem soll zum Ehrenhofzauberer von Keondar ernannt werden und einen Zauberstecken erhalten. Wir weisen den König auf die besondere Bedeutung des Elfenturms bei Hook hin und legen ihm ans Herz, dort aus allen vier Zauberquellen zu trinken. Unziël schickt Norucalem wegen des Steckens und der Weihe zum Sonnentempel.
Wir gehen direkt zu Iomähnes. Er will Norucalem nur auf die Eigenschaften des Steckens hinweisen und auf die Gefahren, die möglicherweise mit seinem Gebrauch verbunden sind. Der Stecken steigert die Zauberkraft enorm, allerdings darf mit seiner Macht nichts Böses getan werden, Gutes dagegen fällt besonders leicht.
Norucalem wird auf einmal klar, was es mit der eigenartigen Treppe bei seinem Meister Gudwich auf sich hat. Als dieser rauf und runter gelaufen ist, ständig Zauber ausprobierend, wird die schiere arkane Energie zu einer schleichenden magischen Mutation der Treppe geführt haben. Norucalem will sich diese Erkenntnis zu Herzen nehmen.
Beim Verlassen des Sonnentempels werden wir von unserem alten, etwas aufdringlichen Bekannten, dem Priester Skroplus aufgehalten, der Norucalem noch die Geschichte eines Zauberers erzählen muss, welcher die Macht seines Steckens missbraucht hat. Der Elf verspricht besonders vorsichtig zu sein.

4. bis 6. März

Wir brechen mit Re Tsie nach Mogrest auf. Sembolosu will später mit Grasnoyas zusammen reisen, der nicht so schnell voran kommt. Hargut Aniger ist auch bei der Krönung gewesen, aber wir haben ihn kaum gesehen.
Nach zwei Tagen kommen wir wieder auf unserer Burg an. Am nächsten Tag müssen wir rasten.

7. März

Wir bekommen Besuch von Sberk und seiner Frau. Er möchte seine Anteile gegen Unabhängigkeit von Laremi tauschen. Re Tsie soll sich darum kümmern, dass der Handel korrekt abläuft und mögliche Wertunterschiede gerecht ausgeglichen werden. Wir wollen kulant mit einander umgehen. Sberk bleibt noch zum Burgfest auf Mogrest.
Im Land wächst und gedeiht es wieder prächtig, und die Bewohner machen einen recht zufriedenen Eindruck.
Wurrtsi berichtet, dass aus dem Untergrund immer noch Gestank aufgestiegen ist. Wir beschließen, die Ursache mit vier von unseren Söldnern zu suchen und das Übel abzustellen.
Im Keller zeigen wir den Söldnern den Geheimgang, der zum Schrein von Mog führt. Dann wenden wir uns in die wilden Gänge in Richtung Freßtor, dessen Reste wir nach einer halben Stunde erreichen. Es sind nur noch die sauberen Knochen nach, vom Fleisch und den Zähnen fehlt jede Spur. Wir vermuten, dass die unbekannten Wichtel dahinter stecken.
Wir gehen weiter abwärts. Der Gang des Steinbeißers ist unverändert. Beim Ameisengang ist Barrys Steinwand immer noch dicht verschlossen. Als wir ein Loch hinein machen, stinkt es stechend nach lange verbranntem Eiweiß und Chitin. Barry entfernt die Steinwand. Wir steigen in den großen Gang hinab, um den Sarkophag in der Geheimkammer zu untersuchen. Von den Massen toter Ameisenkrieger ist außer geschwärzten Wänden nichts mehr zu sehen.
Norucalem öffnet die magisch verriegelte Tür zu der Kammer mit seinem Klopfzauberstab. Währen Ckaj am Gang aufpaßt und die Tür offen hält, gehen wir vorsichtig in die Kammer hinein.
Der Priester und der Elf öffnen gemeinsam den Deckel des Sarkophags und setzen ihn auf dem Boden ab. Wir schneiden uns an den scharfen Kanten in die Finger. Glücklicherweise gelangt kein Blut in den Sarg, der völlig leer zu sein scheint.
Ckaj alarmiert uns, dass sich auf dem Gang von beiden Seiten Ameisen nähern. Norucalem schickt ihnen ein gepfeffertes Zauberauge entgegen. Er sieht zwei besonders große Ameisen mit seltsamer Kopfbedeckung, die eine große Schar Krieger anführen.
Ohne dass wir etwas unternehmen können, erreichen die Ameisenhoheiten den Eingang der Kammer. Sie reden uns in einem eigenartig einsilbigen Dialekt der Gemeinsprache an und grüßen uns förmlich. Gleichzeitig bitten sie um Entschuldigung und verzeihen uns ihrerseits das Vorgefallene. Allerdings verlangen sie, dass wir das Böse im Sarkophag ruhen lassen und erklären den Wunsch, eine gegenseitige Vereinbarung zu treffen. Wir sollen sie hier unten in Ruhe lassen. Dafür versprechen sie, alles Böse von uns fernzuhalten. Sie erklären, dass sie sich nicht für die Oberwelt interessieren.
Wir einigen uns mit ihnen. Dann steigen wir wieder zum Tageslicht hinauf.

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