Rollenspielchronik: 116. Kapitel, 127. Spieltag

Die neuen Fürsten

Die neuen Fürsten

25. bis 30. Juli

Helle hat sich überlegt, dass sie mit uns auf die Schiffsreise geht. Wir werden die Fahrtroute ein wenig ändern. Als erstes besuchen wir Arimanne auf Burg Aniger, anschließend werden wir über Konta nach Leemund fahren. Auf dem Lee werden wir dann von der Mündung des Stromes aus so weit wie möglich landeinwärts befahren. Natürlich werden wir in den größeren Siedlungen Rast machen und auch in den kleineren, falls es die Zeit erlaubt, um uns als Fürsten bekannt zu machen.
Das Ziel ist, das Vertrauen in König und Regierung wieder herzustellen. Anschließend wollen wir über Hook und die neue Oststraße nach Hookbarg, um danach in Hyrkanien in offizieller diplomatischer Mission tätig zu werden.
Wir wollen versuchen, uns mit Kamino Labrida zu treffen. Er soll, wenn unsere Informanten Recht haben, der neue, aufstrebende Fürst der Hyrkanier sein. Wenn wir den Eindruck haben, dass wir ihm trauen können, werden wir ihm im Kampf gegen die Turanier helfen. Hauptziel soll jedoch die Aufnahme und Vertiefung offizieller diplomatischer Beziehungen zu Turaniern und Hyrkaniern sein. Der Rat stimmt unseren offiziellen Reiseplänen zu. Die Bevölkerung erfährt nur, dass wir uns nach der Fürstenweihe auf eine längere, diplomatische Reise begeben.
Wir werden von einem Staatsminister in die Neuordnung der politischen Karte im Westen eingewiesen. Dadurch das Unziël König geworden ist, hat Helle nun den gesamten mittleren Teil zu verwalten, im Norden wird die Grenze durch den Dreiviertelstein gebildet, im Süden endet der Einflussbereich bei den vier Inseln. Nach Osten wird das Gebiet durch den Falsir begrenzt, im Westen durch den Lee. Helle sagt uns im Vertrauen, dass ihr das Gebiet viel zu groß ist und dass sie versuchen wird, Teile an Hook abzutreten.
Das Gebiet der Elfen wird im Osten durch Long und Lee begrenzt. Im Prinzip ist jedoch alles außerhalb des Elfenwaldes Niemandsland, um das sich niemand kümmert.
Nördlich des Long erstreckt sich die Westmark, die zukünftig von Barbigunde regiert werden soll. Nördlich der Westmark und jenseits des Leek befindet sich das Grünland, wo Heilbart Scherzwurst als Thain der Halblinge zuständig ist.
Norucalem geht kurzfristig durch den Kopf, dass Attentäter versuchen könnten das Schiff von Hargut zu versenken. Dies würde das Reich ins Chaos stürzen. Er verdrängt den Gedanken jedoch sofort wieder.

1. August

Heute ist der Tag der Fürstenweihe. Wir werden schon früh geweckt und ziehen uns schlichte Leinengewänder über, ähnlich dem, das Unziël bei seiner Krönung getragen hat.
Das Einweihungsritual findet im Tempel mit geladenen Gästen statt. Den Höhepunkt der feierlichen Zeremonie bildet die Prüfung, zu der wir aus einem goldenen Kelch Wasser trinken, das zuvor einer Schale entnommen worden ist, nachdem die Sonne das Wasser beschienen hat. Jeder, der nicht reinen Gewissens ist, überlebt diese Prüfung nicht.
Nach der Zeremonie muss jeder von eine Rede halten. Zorkan sagt nur ein paar Worte. Norucalem bedankt sich bei allen für das in ihn gesetzte Vertrauen und dafür, dass er den Fürstentitel erhalten hat, obwohl er kein Mensch ist. Er betont, dass er an der Verbesserung der Beziehungen zu den Elfen arbeiten wird. Barrys Rede ist ungleich kürzer. Er bedankt sich bei allen, die ihm geholfen haben.
Nach der Weihe findet im Palast die obligatorische Feier statt. Kurz vorher treffen wir noch Greff und verabreden uns für morgen früh vor der Abfahrt. Wir treffen auch noch Grellblond, der uns berichtet, dass es zu einigen Krawallen am Rande der Weihe gekommen ist. Jugendliche haben wohl versucht, ihre Langeweile zu bekämpfen. Grellblond will sich darum kümmern, dass die Jugendlichen in Zukunft beschäftigt sind und sich auf andere Weise abreagieren können. Ganz nebenbei kann er so auch noch neue Anwärter für die Stadtwache bestimmen.
Es gibt eine sehr große schöne Feier. Wir halten uns mit dem Alkohol und anderen Genussmitteln zurück, schließlich wollen wir morgen zeitig aufbrechen.

2. bis 7. August

Wir treffen uns mit Greff. Uns liegt der Elfenturm noch immer am Herzen. Greff verspricht, sich um die Inbetriebnahme zu kümmern. Wir berichten ihm auch von der magischen Wirkung der Quellen. Er wird sich um eine Bewachung kümmern, damit die Quellen nicht missbraucht werden.
Als wir gegen Mittag aufbrechen, herrscht völlige Flaute. Wir lassen uns den Fluss entlang treiben. Am nächsten Tag und den Folgetagen haben wir günstige Winde, so dass wir Burg Aniger schon nach fünf Tagen erreichen.
Arimanne freut sich, uns zu sehen. Norucalem argwöhnt, dass sie sich eigentlich nur freut, dass Hargut wieder da ist. Wir essen gemeinsam in kleiner Runde und verbringen einen ruhigen Tag. Das Kind von Hargut ist sehr niedlich.

8. bis 15. August

Wir sind wieder auf dem Meer und segeln von Sargonda direkt nach Konta. Falls ein Unwetter kommen sollte, verlassen wir uns auf Barry, der dank göttlicher Hilfe für Wetterbesserung sorgen kann.

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