Rollenspielchronik: 117. Kapitel, 128. Spieltag

Die vier Inseln

Die vier Inseln

15. August, Fortsetzung

Wir kommen auf Swantor an. Die Inselbewohner wollen mit Festländern möglichst wenig zu tun haben. Umgekehrt wird es nicht anders sein. Auf den Inseln gibt es keine Tempel. Es handelt sich wohl um Heiden.
Auf Swantor ist der Sitz des Verwalters der vier Inseln. Hier gibt es den größten Hafen. Von Hespu ist recht wenig bekannt. Die Bewohner betreiben Handel mit Konta und wegen der Lage der Insel auch mit dem Elfenwald. Über Swantor verläuft die Route von Konta nach Loburg, der nächsten, größeren Siedlung auf dem Festland.
Klabuster, der Verwalter begrüßt uns herzlich. Wir werden die Nacht als seine Gäste an Land verbringen. Beim gemütlichen Abendessen erzählt Klabuster von den zurückgehenden Steuerneinnahmen. Die Leute zahlen ihren Teil nur ungern. Er beklagt sich, dass er nicht kontrollieren kann, was geschieht.
Nach dem Essen ziehen wir uns auf unsere Zimmer zurück. Zorkan bedeutet uns wortlos zu ihm zu kommen. Er hat sich in der Mitte vor die Außenwand gegenüber der Tür gestellt, um uns möglichst unbelauscht zuzuflüstern, was er bei einem Streifzug durch den Ort herausgefunden hat. Man hat wohl zu hohe Preise von den Bewohnern von Konta verlangt, und seitdem soll der Kontakt abgebrochen sein.
Wir wollen uns etwas in Swantor umhören. Barry geht als gewöhnlicher Abt. Norucalem legt einfache Kleidung an, und den Sonnenstecken hat er wieder mit einem Lappen umwickelt und als Gehhilfe getarnt. Wir setzen uns in eine Kneipe und bestellen Bier. Der Elf trinkt entalkoholisiertes Bier, welches Barry entgiftet hat. Es ist nicht viel los hier. Zorkan verschwindet vor der dritten Runde, nachdem wir uns auf später bei Klabuster verabredet haben. Das Bier ist mittelmäßig.
Nach einer Weile setzt sich der Wirt zu uns und erzählt, dass es in Swantor drei Banden gibt, die ständig miteinander im Streit sind.
Zorkan ist schon zurück bei Klabuster. Er hat herausgefunden, dass es hier besonders viele Beutelschneider gibt, aber vergleichsweise wenig zu holen.

16. und 17. August

Wegen eines Sturms müssen wir einen Tag länger auf Swantor bleiben. Dann reisen wir weiter nach Konta, wo wir nachmittags im Osthafen anlegen. Wir werden äußerst skeptisch und reserviert empfangen, weil unser Schiff dort unbekannt ist. Schlecht versteckte Bogenschützen beobachten uns hinter den dürftigen Verteidigungsanlagen der Siedlung. Ein Mann kommt aus einem Haus heraus, kratzt sich am Ohr und verschwindet wieder.
Nach einer Weile erscheint der Geselle des Hafenmeisters namens Opradorg. Er spricht Barry an und sagt, dass die Bewohner Hilfe brauchen, weil sich nachts die Toten aus dem Meer erheben. Es stellt sich heraus, dass die Diebe aus Swantor von den Einheimischen beim letzten Besuch in einen Nebel gelenkt worden sind, aus dem keiner zurückgekehrt ist.
Wir legen uns auf die Lauer. Mitten in der Nacht zieht über dem Wasser Nebel auf. Die Algenschicht verdichtet sich und bewegt sich auf das Ufer zu.
Untote verschiedener Altersstufen steigen aus dem Meer, Skelette, Zombies und Ghule. Die Algen scheinen ein Art Eigenleben zu führen. Sie bilden eine unförmige Gestalt, die sich auf uns zu bewegt.
Zorkan zieht sein Schwert und baut sich vor uns auf. Norucalem spricht einen Zauber zum Brechen von Flüchen. Darauf sinkt die Algengestalt in sich zusammen. Man hört ein Heulen wie von gepeinigten Seelen, die gen Himmel fahren. Barry ruft seinen Gott Milil an, um die Untoten zu vertreiben, und Norucalem versucht, dieses mit der Kraft seines Sonnensteckens zu unterstützen. Viele Untote weichen zurück. Der Rest wird vernichtet, als der Elf einen Feuerball zaubert.
Gleich darauf bricht hinter uns lauter Jubel aus. Die Bewohner feiern das Ende der Plage. Es gibt Freibier für alle.
Wir rasten noch einen Tag auf Konta.

18. bis 22. August

Wir nehmen Abschied von Konta und fahren Richtung Leemund. Am vierten Tag der Reise kommen wir gegen Mittag dort an. Hargut erkundigt sich, wie weit man mit seinem Schiff den Lee stromaufwärts fahren kann. Er macht ein langes Gesicht. Wir sprechen ihn an. Er hat Heimweh und will nach Hause. Wir erklären ihm unser Verständnis und wünschen ihm alles Gute für seine Familie.
In Leemund gibt es ziemlich viele Elfen und Halbelfen. Norucalem kennt viele Elfen von früher.
Während die Elfen Norucalem ausweichen, grüßen ihn die Mischlinge enthusiastisch. Die Halbelfen scheinen in ihm eine Art Vorkämpfer für ihre Sache zu sehen.

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