Rollenspielchronik: 121. Kapitel, 132. Spieltag

Riesenberge

Riesenberge

21. September, Fortsetzung

Da wir vom Ritt noch ziemlich erschöpft sind, kehren wir in das Feldlager der Soldaten zurück.
Zorkan fühlt sich nicht wohl bei der Aussicht auf eine lang andauernde Erforschung der lichtlosen Gänge hinter dem Wasserfall, die tief unter das Gebirge führen werden.

22. September

Nachts hat es geregnet und danach ist es aufgeklart. Mit den Bergen ist etwas komisch. Sie kommen uns im Vergleich zu unserer Erinnerung an die Feuerberge riesig vor. Norucalem zaubert eine sichere Hütte. Dann versucht er, über die Hütte zu peilen, wie hoch die Berggipfel sind, lässt aber nach einer Weile von dem Vorhaben wieder ab, als ihm klar wird, dass die Schätzung zu ungenau ist. Fest steht nur, dass die Berge vergleichsweise riesig sind.
Wir besprechen das weitere Vorgehen mit dem Hauptmann der Soldaten. Er soll einige Kundschafter da lassen und sich mit dem Rest der Truppen nach Wesbarg zurückziehen, während wir den Gang hinter dem Wasserfall erkunden.
Wir decken uns mit Proviant ein und machen uns auf den Weg. In der Höhle hinter dem Vorhang aus Wasser ist alles nass. Das Wasser fließt gurgelnd und schäumend in den Berg hinein. Rechterhand hat das Wasser einen schmalen, rutschigen Sims geformt. Zorkan bedeutet uns zu warten, bis er nach Fallen gesucht hat, aber er kann nichts entdecken.
Norucalem geht ein Stück ohne Licht voraus, um uns nicht gleich zu verraten. Seinen verängstigten Vertrauten, den Raben Krawatz, versucht er etwas zu beruhigen. Der Gang windet sich abwärts, so dass der Elf die anderen bald nicht mehr sehen kann. An der gegenüberliegenden Seite des Wasserlaufes kommt Wasser aus einem Gang von oben herabgestürzt. Die Öffnung ist so groß, dass auch Riesen hindurch passen.
Der Sims ist rutschig und verschwindet teilweise unter dem schäumenden Nass. Der Elf kehrt um, als er sieht, dass das Wasser nach einigen weiteren Windungen in einen dunklen See fließt, der eine geräumige Grotte zu füllen scheint.
Barry beschwört Milil, ihm Fallen zu zeigen. Diese unfehlbare Hilfe ist leider nur von begrenzter Dauer. Norucalem macht ein Zauberauge, welches er in den aufwärts führenden Gang schickt. Nach wenigen Metern entdeckt er eine Abzweigung, die beinahe wagerecht weiter führt und recht trocken ist. Dort schickt der Elf das Zauberauge hinein. Der Gang steigt ständig etwas an und bleibt trocken. Dann lässt die Wirkung des Zaubers nach.
Vorsichtig gehen wir weiter zur Grotte. Norucalem geht vorn. Als er versucht, die unbekannte Dunkelheit zu ergründen, wird er von drei Fangarmen eines Riesenkraken gepackt und unter Wasser gerissen, bevor er überhaupt reagieren kann. Sofort zaubert er tief unter sich einen Feuerball. Die Explosion schleudert ihn fast bis an die Decke der Höhle, bevor er wieder in das tosende Wasser zurück fällt, und durch den Aufprall verletzt zu den anderen ans Ufer schwimmen kann.
Der Krake lässt sich zwar nicht wieder sehen, aber wir ziehen uns trotzdem mit gebührenden Abstand vom Ufer in den Gang zurück, aus dem wir gekommen sind.

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