Rollenspielchronik: 122. Kapitel, 133. Spieltag

Auf der Spur

Auf der Spur

22. September, Fortsetzung

Norucalem vermisst Krawatz, der gerade in dem Moment vom Höhleneingang herangeflattert kommt und einen verstörten Eindruck macht. Wir wollen es mit dem nach oben führenden Gang versuchen. Zorkan erklimmt die nasse Wand ohne besondere Schwierigkeiten. Er lässt ein Seil herab, so dass auch Barry und Norucalem leicht nachkommen können. Das Seil hat Zorkan oben um einen riesigen, uralten Eisenhaken geschlungen, der im Fels eingelassen ist. Schwaches Tageslicht dringt aus dem weiter aufwärts führenden Gang zu uns, in dem das Wasser herabfließt. Dieser Gang verengt sich weiter oben zu einem schmalen Spalt. Wir wenden uns in den trockenen, etwas ansteigenden Seitengang, den auch die Riesen mit ihren Gefangenen genommen haben müssen. Norucalem geht voran. Nach einiger Zeit finden wir den der Rest einer großen, abgebrannten Fackel auf dem Boden. Dann kommen wir an eine Abzweigung. Zorkan entdeckt dort versteckte Kerben in einem der beiden Gänge.
Wir entscheiden uns für den nicht markierten Gang. Obwohl Norucalem besonders wachsam ist, wird er von einem gut getarnten Wesen, das sich von der Decke fallen lässt, derart eingewickelt. dass er sofort keine Luft mehr bekommen kann. Vorsichtig sticht Zorkan mit seinem Schwert auf das Wesen ein, bis es den Elfen wieder freigibt. Dann macht er Hackfleisch daraus.
Wir nehmen nun doch den gekennzeichneten Gang. Barry, der die beste Rüstung trägt, geht vor, Norucalem hinterher und Zorkan als Letzter. Es geht leicht abwärts. Bei den nächsten Abzweigungen finden wir wieder Markierungen, nach denen wir uns richten. Einmal wird Norucalem von einem Feuerball aus dem Seitengang getroffen, ebenfalls Zorkan. Wir gehen schnell weiter. An einer Stelle ist eine Abzweigung ein wenig verschüttet, und es gibt keine Markierung. Wir nehmen den freien Gang und finden an der nächsten Abzweigung wieder Kerben, die uns den Weg durch die unbekannten Gänge weisen. Es muss jetzt nachts sein. Wir lagern im Gang und halten dabei abwechselnd Wache.

23. September

Norucalem hält die letzte Wache. Am Rand des Lichtscheins hat er undeutliche Bewegungen auf dem Boden bemerkt. Der Elf weckt die anderen und begibt sich dann, genau wie Barry, an das Memorieren der Sprüche für den heutigen Tag. Zorkan stellt fest, dass eine Unzahl von Kakerlaken auf dem Boden herumkrabbelt.
Nachdem wir uns wieder auf den Weg gemacht haben, kommen wir bald dorthin, wo einmal die Riesen gelagert haben. Sie haben einen Haufen Unrat zurückgelassen. Barry stochert darin herum und findet einen kleinen Knopf aus Horn.
Auf dem letzten Abschnitt unseres Weges hat die Zahl und Größe der Spalten in Wänden und Boden langsam zugenommen. Nun kommen wir an einen etwa drei Meter breiten Spalt, der uns den Weg versperrt. Barry verformt Stein zu einem Brückenbogen, der den Spalt überspannt. Wie immer kennzeichnet er sein Werk mit einem großen "B". Dann gehen wir hinüber. Nach einigen Kilometern stehen wir vor einem mindestens zwanzig Meter breiten Spalt. Ein gewaltiger Felssplitter bildet den Weg auf die andere Seite, wo unser Gang weiter führt. Es geht wieder etwas aufwärts. Wir verlassen uns auf den Orientierungssinn von Barry.
Abends zaubert Norucalem ein außerdimensionales Herrenhaus, damit wir eine ruhige Nacht verbringen können. Wir treten ein. Krawatz kann aus dem Rucksack und etwas umherflattern.

24. September

Als wir morgens aus dem Herrenhaus heraustreten, fällt uns ein starker Geruch nach Fäulnis und Moder auf. Wir werden gleich von zwei Kopffüßlern angegriffen, die sich aber zum Glück in einem magischen Netz verfangen, welches Norucalem ihnen in den Weg zaubert. Zorkan gibt ihnen den Rest und wir machen uns wieder auf den Weg.
Plötzlich sind wir von Orks umzingelt, die ohne zu zögern angreifen. Als der Elf ihnen auf Orkisch etwas zuruft, strauchelt der vorderste Krieger. Zorkan schlägt zwei Angreifern den Kopf ab. Die übrigen ergreifen die Flucht.

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