Rollenspielchronik: 126. Kapitel, 137. Spieltag

Das Tal der Anderen

Das Tal der Anderen

4. November

Damit wir ungestört rasten können, erzeugt Norucalem eine Sichere Hütte mit einem zusätzlichen Verlängerungszauber. Gegen Mitternacht des Rasttages müsste sie spätestens verschwinden. Er will erst schlafen und sich zwei Stunden vorher wecken lassen. Alles verläuft wie geplant.
Es wird Mitternacht. Draußen raschelt es mehrmals. Nach dem Gefühl des Magiers müsste sich die Hütte bald auflösen. Er hat den Sonnenstecken in der Hand und konzentriert sich darauf, dass die Hütte bleibt. Irgendwie fühlt er sich danach erleichtert. Er setzt sich wieder und hält weiter Wache.
Irgendwann muss Norucalem kurz eingenickt sein. Zusammen mit seinen Gefährten wird er durch das Licht der aufgehenden Sonne geweckt.

5. November

Wir windwandeln zurück zum Zufluss, der nahe bei den Klüften am Eingang des leeren Tals aus Richtung der Riesenfeste zu kommen scheint.
Barry unterbricht die luftige Reise. Wir sehen den Wasserlauf steil von oben herabfließen. Nach kurzer Beratung sausen wir mit Barrys Hilfe weiter durch die Luft.
Nach einer Weile tut sich vor uns ein neues Tal auf, das bewohnt zu sein scheint. Es ist abends und wird langsam dunkel. Schäbige Holzhütten zu sind sehen. Rauch steigt von mehreren Feuerstellen auf. In der Ferne kann der Elf Gestalten ausmachen. Es sind Zweibeiner, deren Rasse er nicht genauer bestimmen kann.
Wir beraten, was als Nächstes zu tun ist. Norucalem macht sich unsichtbar. Dann versucht er, möglichst leise zur nächsten Hütte zu schleichen. Es riecht durchdringend nach Spiritus und verfaulten Kartoffeln. Aus der Nähe wird deutlich, wie schlecht der Verhau gezimmert ist. Durch einen Spalt kann der Elf drinnen eine Gestalt erkennen, die offensichtlich gerade ein Art Kartoffelschnaps braut. Es ist ein Halbork. Zufällig sieht Norucalem eine Ratte mit einem Halsband im Schatten am Rand des Lichtscheins der Feuerstätte. Die Gestalt flucht und wirft etwas in Richtung der Ratte, weil diese quiekt, als sie den Elfen wittert.
Norucalem zieht sich vorsichtig zurück und trifft sich wieder mit seinen beiden Gefährten. Wir beschließen, den Elf noch bei einer anderen Hütte kundschaften zu lassen.
Norucalem gelangt unbemerkt dorthin. Die Hütte ist ebenfalls schlecht gebaut. Von drinnen ist lautes Schnarchen zu hören. Es stammt von einer Gestalt, so groß wie ein Oger, aber mit kleinen, kurzen Beinen wie ein Kobold oder Goblin. Weil hier nichts weiter herauszufinden ist, kehrt Norucalem zu Barry und Zorkan zurück.
Im Zentrum des Tals scheint es eine Siedlung mit einigen Gebäuden aus Stein zu geben. Wir machen uns durch die Luft auf den Weg in diese Richtung. Einmal kommen wir nahe an einer Hütte vorbei. Davor ist ein Fork im Garten - eine an sich unmögliche Kreuzung von Elf und Ork.
Als Norucalem ihn anspricht, lässt er vor Schreck sein Werkzeug fallen und bedeutet uns dringend, den Weg zu verlassen. Er winkt uns in seine Hütte hinein. Der Fork ist entsetzt uns zu sehen. Er meint, die anderen werden uns sofort totschlagen, wenn sie unsere schrecklich glatten Gestalten sehen. Er kann uns berichten, dass die Riesenfeste oberhalb und jenseits der Ebene der Drachen liegt.
Wir verlassen ihn schnell wieder und windwandeln weiter.

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